Gefahr: Hochansteckende Seuche breitet sich in Bundesland aus

Mehrere Männer in grünen Schutzanzügen und mit Atemmasken versuchen hinter einem Absperrband, der Polizei entlaufene, potenziell gefährliche Vögel einzufangen und sie wieder in die Käfige zu bringen. Ein gefährlicher Seuchenausbruch sorgt für Sperrgebiete in Deutschland. Die gefährliche Seuche stellt ein hohes Risiko dar.
Symbolbild © imago/Markus Matzel

Tierseuchen stellen die Landwirtschaft in Deutschland vor große Herausforderungen. Nun erfordert ein neuer Fall Maßnahmen in einem Geflügelbetrieb mit mehreren Hunderttausend Tieren. Die Seuche breitet sich weiter aus.

Schon wieder ist eine Seuche in Deutschland auf dem Vormarsch. Ein Geflügelbetrieb in einem deutschen Bundesland ist betroffen und ergreift nun Maßnahmen.

Tierseuchen stellen Halter vor große Herausforderungen

Deutschland und andere europäische Staaten kämpfen regelmäßig mit Tierseuchen. In den vergangenen Jahren beschäftigten unter anderem die Afrikanische Schweinepest, die Geflügelpest und verschiedene weitere Erreger die Veterinärbehörden. Für Tierhalter bedeuten die Krankheitsfälle häufig einen erheblichen Aufwand. Sie müssen Hygieneregeln einhalten, Tierbewegungen dokumentieren und ihre Bestände regelmäßig kontrollieren. Treten Verdachtsfälle auf, folgen oftmals zusätzliche Untersuchungen und behördliche Anordnungen. Zudem können Sperrzonen oder Transportbeschränkungen die tägliche Arbeit erschweren. Viele Betriebe sehen sich deshalb mit organisatorischen und finanziellen Belastungen konfrontiert. Hinzu kommt die Unsicherheit, weil selbst umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen einen Seucheneintrag nicht immer verhindern können. Auch die Newcastle-Krankheit zählt zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen und betrifft vor allem Geflügel.

Tiere gefährdet: Seuche breitet sich weiter aus

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Der Erreger kann sich innerhalb von Beständen rasch ausbreiten und verschiedene Krankheitsverläufe auslösen. Zu den möglichen Anzeichen gehören unter anderem Atemwegsprobleme, Leistungseinbußen sowie erhöhte Tierverluste. Für Menschen gilt die Krankheit grundsätzlich nicht als große Gefahr, dennoch richten die Behörden bei Ausbrüchen ihren Fokus auf eine schnelle Eindämmung. Weil die Erkrankung erhebliche Folgen für Geflügelhaltungen haben kann, überwachen Veterinärämter entsprechende Verdachtsfälle besonders aufmerksam und greifen bei bestätigten Nachweisen konsequent ein.

Ein aktueller Fall in Brandenburg beschäftigt nun die Behörden im Oder-Spree-Kreis. In einem großen Mastgeflügelbetrieb in Storkow haben Untersuchungen erneut die Newcastle-Krankheit nachgewiesen. Nach Angaben des Landkreises hält der betroffene Betrieb rund 315.000 Masthähnchen. Die Verantwortlichen ordneten deshalb die Tötung des gesamten Bestands an. Nach Informationen des Agrarministeriums in Potsdam hatte der Betrieb bereits zuvor mit derselben Tierseuche zu tun. Der neue Nachweis führt nun erneut zu weitreichenden Maßnahmen, um eine weitere Verbreitung des Erregers zu verhindern und andere Geflügelbestände in der Region zu schützen.

(Quellen: dpa, Landkreis Oder-Spree, Agrarministerium Brandenburg, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)