Gegen Coronavirus: Bundeswehr wird eingesetzt in Baden-Württemberg

Symbolbild

Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Um die Ausbreitung der Corona-Infektionen in Stuttgart zu verlangsamen, wird die Bundeswehr 60 Soldaten in die baden-württembergische Landeshauptstadt entsenden.

Die Frauen und Männer sollen in zwei Gruppen am Donnerstag und am Freitag
eintreffen, wie ein Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg am Mittwoch mitteilte.


Aufgabe der Soldaten vom Jägerbataillon in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sei es, das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Infektionsketten zu unterstützen.

Für Donnerstag und Freitag seien zunächst Schulungen geplant, bevor die Frauen und Männer mit ihrer eigentlichen Arbeit beginnen, hieß es.

Dabei gehe es darum, infizierte Personen anzurufen und mögliche Infektionsketten aufzuspüren. Außerdem sollen Kontaktpersonen über eine Infektion in ihrem Umfeld informiert werden, wie der Sprecher der Bundeswehr weiterhin sagte. Um möglichst
detaillierte Informationen zu erhalten, arbeiteten die Soldaten telefonisch einen Fragebogen vom Gesundheitsamt ab. Die Amtshilfe durch die Bundeswehr sei zunächst bis zum 27. November genehmigt.

Mit strengeren Regeln hat die Landeshauptstadt auf die steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen reagiert. Seit Mittwoch gilt die Maskenpflicht in der Innenstadt und für einen Teil der Schüler auch im Unterricht. Nur so könne die Stadt Schulen, Kitas, die Wirtschaft und den Handel offenhalten, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne). Am Samstag war der Wert von 50 Neuinfektionen in Stuttgart pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten worden. Am Montag lag der Wert bei 70.