Gehalt: Ab diesem Lohn gilt man als reiche Familie in Deutschland

Hand einer Person hält mehrere Geldscheine vor einem geöffneten Kühlschrank. Es sind ein 5-Euro-Schein, 20-Euro-Scheine und 50-Euro-Scheine zu sehen. Im Kühlschrank liegen verschiedene Lebensmittel, darunter Tomaten und Salat.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Der Einkauf ist bezahlt, die Miete überwiesen ‒ für mehr reicht das Geld bei vielen nicht. Wer zu den reichen Familien in Deutschland gehört, hat es aktuell deutlich besser. Analysen zeigen, wie hoch das Einkommen dafür sein muss. 

Die Löhne steigen stetig. Wirklich reich sind aber immer noch die wenigsten Menschen. So viel Geld sollte auf dem Bankkonto landen, um zu den Top-Haushalten zu zählen.

Reiche Familie in Deutschland: Ab diesem Einkommen gehört man dazu

Geld vermittelt Sicherheit, deckt die Miete und füllt den Kühlschrank. Etwa 4.630 Euro brutto haben Berufstätige in Vollzeit im Schnitt im April 2024 eingenommen. Wer die Möglichkeit hat, packt einen Teil des Einkommens direkt auf das Sparkonto. Denn die Lebenshaltungskosten sind gestiegen und damit auch das Bedürfnis nach einem finanziellen Puffer.

Um eine hohe Lebenszufriedenheit zu verspüren, reicht Geld auf dem Konto jedoch nicht aus. Auch Faktoren wie Gemeinschaft und soziale Beziehungen zählen ‒ manchmal sogar mehr als der materielle Wohlstand. Das hat der World Happiness Report 2025 ergeben. Dennoch treibt viele Menschen die Frage um, wer hierzulande als „reich“ gilt.

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Trotz Lohnplus: Viele Haushalte müssen jeden Euro zweimal umdrehen

Eine Berechnung auf Basis von Eurostat-Einkommensdaten (Statistikbehörde der EU) zeigt: Wenn eine Familie mit drei Personen ein Mindest-Nettoeinkommen von 93.000 Euro pro Jahr vorweisen kann, darf sie sich zu den reichsten zehn Prozent des Landes zählen. Etwas anders sieht es beim Vermögen aus ‒ also bei allem, was ein Haushalt besitzt. Um hier zu den obersten zehn Prozent zu zählen, sind nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) mehr als 777.200 Euro notwendig.

Statistisch gesehen sind die wohlhabenden Haushalte hierzulande zumeist älter, wie die IW-Analyse außerdem ergeben hat. Ab 55 Jahren steigt demnach das durchschnittliche Einkommen deutlich. Generell sind die Löhne und Gehälter in den vergangenen Jahren für Erwerbstätige in Deutschland angestiegen. Mehr leisten können sich viele Menschen real jedoch nicht, weil parallel auch die Kosten für Lebensmittel, Energie und Wohnen in die Höhe schießen ‒ und das zumeist schneller als eine Lohnanpassung.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)