Geheim: Kaum jemand kennt diese Funktion vom Perso-Ausweis

Das Bild zeigt einen Ausschnitt eines deutschen Personalausweises. Im Vordergrund ist der obere Teil des Dokuments deutlich zu sehen. Die Aufschrift „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ ist in schwarzer Großschrift abgedruckt, darunter steht in kleinerer Schrift die englische Übersetzung.
Symbolbild © imago/Andreas Franke

Nur wenige wissen Bescheid. Eine besondere Funktion des Perso-Ausweises ist nicht allen Bürgern bekannt. Wer nur an die Online-Funktion denkt, irrt: Dieser geniale Trick bietet mehr, entgeht vielen jedoch.

Millionen könnten sie nutzen, aber nur wenige tun es bisher. Diese unbekannte Ausweisfunktion bietet einen lohnenswerten Vorteil. So funktioniert sie.

Unbekannte Funktion vom Perso: Das sollten Bürger wissen 

Ob Einkäufe, Vertragsabschlüsse oder auch einige behördliche Angelegenheiten ‒ vieles kann heute im Netz erledigt werden. Auch der elektronische Personalausweis (eID) trägt dazu bei. Was viele jedoch nicht wissen: Der Online-Ausweis bietet neben der reinen Ausweisfunktion einen weiteren speziellen Dienst. Umfragen belegen die Informationslücke. Rund ein Drittel der Befragten des eGovernment Monitors 2025 weiß nicht, welche Möglichkeiten die eID-Funktion eröffnet. Deshalb bleibt der E-Ausweis häufig ungenutzt.

Grundsätzlich verfügen alle Personalausweise, die nach dem 1. November 2010 ausgegeben wurden, über die eID-Funktion. Dank des integrierten Chips ist die digitale Identifizierung möglich. Sollte die Funktion noch nicht aktiviert worden sein, müssen Bürger dies beim zuständigen Bürgeramt nachholen oder die Online-Aktivierung mittels PIN-Brief durchführen. Sobald Ausweisbesitzer eine eigene sechsstellige PIN vergeben haben, kann es losgehen.

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Versteckter Nutzen: So funktioniert der besondere Trick 

Der „versteckte“ Vorteil ist die sogenannte Pseudonym-Funktion zur Authentifizierung. Wer bestimmte Online-Dienste in Anspruch nimmt, muss sich zwar beim ersten Mal mit seinen richtigen Daten ausweisen. Ist das Konto beim Anbieter einmal angelegt, wird bei der nächsten Anmeldung jedoch ein Pseudonym erzeugt. Auf diese Weise müssen personenbezogene Daten des Nutzers nicht noch einmal eingesetzt werden, damit eine Wiedererkennung möglich ist. Stattdessen entsteht ein Alias.

Jemanden über mehrere Dienste hinweg zu tracken, wird dank des Pseudonyms schwieriger. Trotz des Datenschutz-Tricks ist jedoch Vorsicht geboten. Wer Online-Dienste nutzt, wählt diese sorgsam aus und informiert sich im Zweifelsfall zunächst über die Seriosität und Vertrauenswürdigkeit. Zudem wägen Nutzer am besten sorgfältig ab, welche (sensiblen) Daten sie überhaupt teilen möchten, um die Privatsphäre bestmöglich zu schützen.

(Quellen: Eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)