Gelder: Ab diesem Kontostand gilt man in Deutschland als reich

Eine Hand steckt eine Girokarte in einen Geldautomaten der Sparkasse, um Geld abzuheben. Auf dem Bildschirm steht in englischer Sprache, dass man seine Karte einstecken soll.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Während viele Menschen gerade so über die Runden kommen, gibt es einen bestimmten Kontostand, bei dem man in Deutschland als „reich“ gilt. Und dieser Betrag kann sich durchaus sehen lassen.

Von solchen Beträgen können viele von uns wohl nur träumen. Bei den Banken gelten Menschen ab einem bestimmten Kontostand in Deutschland als reich. Viele von uns erreichen diese Beträge nicht einmal in einem ganzen Leben.

Reiche und arme Menschen in Deutschland: So sieht laut Statistik die Verteilung aus

5,6 Millionen Menschen in Deutschland beziehen Bürgergeld. Einige Hunderttausend von ihnen arbeiten in Mini-Jobs, um etwas besser über die Runden zu kommen. Das Durchschnittseinkommen, das im April 2025 bei ca. 4.780 Euro monatlich lag, werden sie wohl kaum erreichen. Dabei gilt: Wer so viel Geld verdient, kann sich eigentlich schon glücklich schätzen. Denn etwa zwei Drittel der Deutschen verdient weniger als dieses Einkommen.

Laut Statistik sind nur etwa zehn Prozent der Deutschen reich. Sie besitzen ca. 60–67 % des Gesamtvermögens. In Deutschland gilt als reich, wer über 722.000 Euro besitzt. Doch bei diesen zehn Prozent unterscheiden die Banken genau und haben ihre eigenen internen Grenzen für Reiche und Super-Reiche.

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Ab diesem Kontostand gilt man als reich: Banken teilen Kontoinhaber in Gruppen ein

Dabei teilen die Banken ihre reichen Kunden in drei Gruppen ein, heißt es. Zur ersten Gruppe gehören die sogenannten „Affluents“. Sie verfügen über ein Vermögen zwischen 100.000 Euro und einer Million. Laut Insidern sind diese Kunden den Banken die liebsten. Diese brauchen relativ wenig Beratungsaufwand bei vergleichsweise hohen Provisionen. Wenn man jedoch ein „Affluent“ ist, profitiert man bereits von zahlreichen Vorteilen. So steht einem ein persönlicher Berater jederzeit per Mail oder Telefon zur Verfügung.

Ab einer Millionen Euro liquides Vermögen gehört man zu den sogenannten „High-Net-Worth-Individuals“. Dabei müssen die Berater mehr Zeit in Vermögens- und Finanzpläne investieren. Zur absoluten Finanz-Elite gehören Kunden mit einem Vermögen ab 30 Millionen Euro. Sie zählen zu den sogenannten „Ultra-High-Net-Worth-Individuals“. Auch diese Kunden sind nicht die Lieblingskunden der Banken. Diese Menschen haben nämlich hohe Anforderungen und Erwartungen an eine Beratung und sind schwerer zu überzeugen. Von den Superreichen gibt es laut Statistiken nur etwa 3.000.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Business Punk, Boston Consulting Group)