
Tausende Beamte in Deutschland erhalten die nächste Erleichterung. Sie können bald mit einem echten Geldregen rechnen. Für die Betroffenen ist dies ein Schritt, der schon längst hätte unternommen werden müssen.
Empört dürfte so mancher auf die Nachricht reagieren, dass Beamte in Deutschland bald die nächste Erleichterung erhalten sollen. Laut Meinung vieler verdienen die Staatsdiener doch genug. Oder etwa nicht?
Nächste Erleichterung für Beamte kommt bald: „Verdienen doch sowieso schon genug!“
Beamte in Deutschland ziehen des Öfteren den Neid der allgemeinen Bevölkerung auf sich. Immer noch hält sich hartnäckig das Gerücht, dass sie wenig arbeiten und viel Geld bekommen. Mehr, als Otto Normalverbraucher je bekommen würden. Behörden würden langsam arbeiten, und so entstand das Bild eines ständig Kaffee trinkenden Beamten in den Köpfen der Menschen.
Doch wer genauer hinschaut, weiß, dass dies nicht der Fall ist. Zum einen stapeln sich bei den Behörden jede Menge Akten. Während man in einer Versicherung oder im Büro eine überschaubare Anzahl von Arbeitsvorgängen pro Tag hat, sieht dies bei den Beamten anders aus. Hinzu kommt, dass sie sich – im Gegensatz zu anderen abhängig Beschäftigten – zusätzlich absichern müssen, zum Beispiel bei ihrer Krankenversicherung. Außerdem verdienen sie nicht so viel, wie manch einer annehmen möchte. Zumindest der Durchschnittsbeamte bekommt für seine Familie und sich nur einen bestimmten Prozentsatz mehr als das Grundeinkommen beträgt. Deshalb kommt nun bald eine neue Erleichterung für Beamte.
Tausende Beamte erhalten bald Geldregen: „Ist schon längst überfällig“
Voraussichtlich noch im Jahr 2025 oder spätestens Anfang 2026 können 200.000 Bundesbeamte mit einem Geldregen von einigen Tausend Euro rechnen. Dies betrifft zum einen nur die Bundesbeamten. Landes- oder Kommunalbeamte erhalten das Geld nicht. Besonders vom zusätzlichen Geld profitieren Beamte mit mehreren Kindern.
Der Geldregen kommt jedoch nicht von ungefähr. Bereits 2020 hat das Bundesverfassungsgericht beschlossen, dass die Besoldung von Bundesbeamten wenigstens 15 Prozent über dem Niveau der Grundsicherung liegen muss. Im November dieses Jahres muss das Bundeskabinett die Reform dazu noch beschließen, um eine dauerhafte Einhaltung des Urteils sicherzustellen. Besonders Beamte mit Familie können sich so über eine Nachzahlung für die letzten fünf Jahre freuen. Die Bundesregierung rechnet mit Kosten von 1,2 Milliarden Euro.
(Quellen: Eigene Recherche der ka-insider Redakteure, Bundesministerium des Innern (BMI), Deutscher Beamtenbund (dbb))














