Gemeinde schlägt Alarm: Leitungswasser mit Bakterien verseucht

Jemand gießt sich Leitungswasser aus dem Wasserhahn in ein Glas ein. Das fließende Trinkwasser aus dem Hahn springt auf der Oberfläche auf und sprudelt etwas. Das Wasserglas ist bereits gut gefüllt.
Symbolbild © istockphoto/deepblue4you

Eine Gemeinde schlägt Alarm, denn das Leitungswasser ist mit Bakterien verseucht. Das teilten die Behörden jüngst mit und geben klare Anweisungen, wie die Bürger jetzt an sauberes Wasser kommen.

Die Behörden schlagen wegen verseuchtem Trinkwasser Alarm. Die Gemeinde weist alle Bürger an, einfache Maßnahmen zu befolgen, um der Gefahr aus dem Weg zu gehen. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art, der in den vergangenen Tagen in Deutschland für Aufsehen sorgt.

Schädliche Keime: Einschränkende Maßnahmen schützen alle Bürger

Die Gemeinde Ratshausen hat mit einem großen Problem zu kämpfen. Wie die Behörden jetzt allen Bürgern mitteilten, ist das Leitungswasser mit Bakterien verseucht. Diese beunruhigende Nachricht erhielten die Bewohner in einem Flugblatt, das die Gemeinde in die Briefkästen warf. Auf den Zetteln weisen die Behörden alle Bürger an, das Trinkwasser nur noch abgekocht zu benutzen. Vor dem Zähneputzen oder Waschen sollten alle Ratshausener das Wasser jetzt erst aufkochen und anschließend zehn Minuten abkühlen lassen. Erst dann könnten die Bürger das Leitungswasser bedenkenlos verwenden.

Die Regeln gelten auch für das Wasser zum Kochen und Trinken. Nur die Toilettenspülung können die Bewohner weiterhin bedenkenlos wie gewohnt benutzen. Grund: Experten hatten in Wasserproben einen hohen Wert an Enterokokken festgestellt, eine schädliche Bakerien-Art. Das umliegende Wasserwerk weist jedoch auch darauf hin, dass die Maßnahmen lediglich zur Vorsicht dienen. Denn bei der Probe könnte es sich auch um einen Messfehler handeln. Ebenso könnte auch eine Quelle mit den Bakterien verschmutzt sein, vermuten die Experten. Die Regeln gelten nun so lange, bis die Gemeinde die Ursache für die Keime entdeckt und die schädlichen Bakterien aus dem Wasser herausgefiltert hat.

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Bakterien im Krankenhaus sorgen für Aufruhr

Der alarmierende Vorfall ist für alle Bewohner sicherlich eine große Einschränkung. Die Meldung reiht sich in eine Reihe ähnlicher Verunreinigungen ein, die es jedes Jahr in Deutschland in verschiedenen Gemeinden gibt. Besonders besorgniserregend ist ein Vorfall an der Uniklinik Essen in der vergangenen Woche. Dort fanden Forscher eine erhöhte Anzahl an Legionellen und E-Coli-Bakterien, die eine große Gefahr für die Patienten darstellten. Auch in der Klinik mussten anschließend alle das Wasser vor der Nutzung erst abkochen, bevor sie es bedenkenlos trinken konnten. Das Leitungswasser in der Uniklinik war nicht das erste Mal mit Bakterien verseucht, was den Vorfall umso besorgniserregender macht.