
Jede Generation hat ihre eigenen Eigenarten und Marotten. Doch die Gen Z ist, vielen Meinungen nach, wirklich sehr ungewöhnlich: Sie bleibt neuesten Studien zufolge doch tatsächlich lieber zuhause, weil das Ausgehen inzwischen zu teuer ist.
Immer mehr junge Menschen verzichten am Wochenende auf Clubs und Bars. Hinter diesem Wandel steckt aber weit mehr als nur Sparsamkeit. Und trotzdem: Die Gen Z bleibt zuhause, weil das klassische Ausgehen vielen von ihnen zu teuer geworden ist.
Keine Party: Warum der Samstagabend plötzlich ganz anders aussieht
Lange galt das Wochenende als Zeit für Partys, Konzerte oder Restaurantbesuche. Doch bei vielen jungen Erwachsenen hat sich der Alltag verändert. Statt langer Nächte in der Stadt stehen heute Filmabende, gemeinsames Kochen oder Spiele mit Freunden auf dem Programm – oft in den eigenen vier Wänden. Ein Grund dafür sind die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Miete, Lebensmittel und Mobilität belasten das Budget vieler junger Menschen bereits erheblich.
Da bleibt für Freizeit oft weniger Geld übrig. Gleichzeitig entdecken viele, dass gemeinsame Stunden zu Hause nicht nur günstiger, sondern häufig auch entspannter sind. Ein Tipp auch für alle älteren Semester: Wer sein Freizeitbudget schonen möchte, findet in vielen Städten kostenlose Alternativen. Stadtfeste, Open-Air-Kinos, Wanderwege, kostenlose Museumstage oder Veranstaltungen in Parks bieten oft Unterhaltung, ohne das Konto stark zu belasten. Auch Bibliotheken oder Volkshochschulen organisieren regelmäßig preiswerte Freizeitangebote. Doch Geld allein erklärt den Wandel nicht. Erst aktuelle Umfragen zeigen, warum sich das Wochenende für viele Angehörige der Generation Z grundlegend verändert hat.
Gen Z bleibt häufiger zu Hause – Kosten und Erholung spielen eine große Rolle
Eine aktuelle Harris-Poll-Umfrage zeigt, dass viele junge Erwachsene inzwischen den Großteil ihrer Wochenenden lieber zu Hause verbringen. Treffen mit Freunden finden häufiger in der eigenen Wohnung statt als in Bars oder Clubs. Als wichtigste Gründe nennen viele die gestiegenen Ausgaben und den Wunsch, Geld zu sparen.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Viele Befragte fühlen sich nach Arbeits- oder Schulwoche erschöpft und wünschen sich bewusst mehr Ruhe. Statt lauter Partys gewinnen entspannte Aktivitäten wie gemeinsames Kochen, Sport oder ein Spieleabend an Bedeutung. Experten sprechen deshalb zunehmend von einer Verlagerung hin zu sogenannten „Soft Social“-Aktivitäten. Interessant ist dabei, dass die Generation Z soziale Kontakte keineswegs ablehnt. Vielmehr sucht sie nach Möglichkeiten, Freunde zu treffen, ohne dabei das Budget übermäßig zu belasten. Preiswerte oder kostenlose Unternehmungen gewinnen deshalb deutlich an Bedeutung.
(Quellen: Statistisches Bundesamt, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Deutsches Jugendinstitut)














