Genauer Beitrag bekannt: GEZ-Rundfunkbeitrag soll weiter steigen

Euro-Münzen und Scheine liegen auf einem GEZ-Bescheid. Es sind ein 50-Euro-Schein, ein 20-Euro-Schein, ein 10-Euro-Schein und ein 50-Cent-Stück zu sehen. Auf dem Schreiben vom Beitragsservice sind die Logos der ARD und des ZDF abgebildet.
Symbolbild © imago/Zoonar

Die Diskussion geht bald in eine neue Runde, denn der GEZ-Rundfunkbeitrag soll wieder steigen. Inzwischen ist auch bekannt, wie viel Millionen Haushalte zukünftig mehr zahlen sollen.

Ein ewiges Streitthema sorgt auch nun wieder für erhitzte Gemüter. Der GEZ-Rundfunkbeitrag soll nämlich weiter ansteigen. Sogar die genaue Höhe, die die Deutschen ab dem nächsten Jahr zahlen sollen, steht schon fest.

„Nicht bei einem solchen Programm“: Immer mehr wollen nicht zahlen

Im letzten und auch in diesem Jahr beträgt der Rundfunkbeitrag für alle Haushalte 18,34 Euro monatlich. 2025 gab der Beitragsservice bekannt, dass man die Beiträge anpassen müsse. Aufgrund von gestiegenen Energie- und Personalkosten seien höhere Beiträge notwendig. Wenn man diese nicht bekäme, müsse man enorme Einsparungen treffen. Dies beinhaltet beispielsweise das Streichen von Sendern, weniger neue Filme im Fernsehen, und Serien-Fans müssen länger auf weitere Folgen warten.

Viele Haushalte sehen aber genau darin das Problem. Mit Milliarden-Einnahmen könne man genug Serien und Filme produzieren. Stattdessen würden immer wieder alte Filme und Serien wiederholt werden. Dies rechtfertige keinen höheren Beitrag. Inzwischen schalten die Zuschauer lieber auf ihren Streamingdienst um. Die Folge: sinkende Zuschauerzahlen, und weitere Serien werden gestrichen.

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GEZ-Rundfunkbeitrag soll steigen: So viel sollen wir zahlen

Die zuständige Expertenkommission hatte im letzten Jahr noch eine Erhöhung auf 18,94 Euro pro Monat empfohlen. Von dieser ist sie nun jedoch abgewichen und korrigiert den neuen Beitrag um 30 Cent nach unten. Damit liegt nicht nur den Bundesländern eine neue Entscheidungsgrundlage vor, sondern auch dem Bundesverfassungsgericht. Im letzten Jahr hatten nämlich einige Bundesländer die Zustimmung zur Beitragserhöhung verweigert, woraufhin die GEZ vor Gericht gezogen ist. Eigentlich wollte das Verfassungsgericht bereits 2025 eine Entscheidung treffen, vertagte diese jedoch auf dieses Jahr.

Damit bezahlen die Bürger weiterhin den alten GEZ-Beitrag. Um eine Erhöhung kommen wir wohl jedoch nicht herum. Zwar hatte der Beitragsservice mehr Einnahmen generiert als zunächst angenommen. Dennoch seien auch die Kosten gestiegen und werden es auch in Zukunft wohl. Seit Dezember soll eine Reform es der GEZ ermöglichen, die Beiträge moderat selbstständig anheben zu können, ohne dass es der Zustimmung der Bundesländer bedarf.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, KEF-Bericht, Angaben der Bundesländer)