Giftstoffe in Haar-Produkten entdeckt: Studie schlägt jetzt Alarm

Ein Friseur wäscht die Haare seiner Kundin im Waschbecken. Er shampooniert die Haare behutsam ein, bevor er sie mit Wasser ausspült. Die Kundin scheint die Behandlung im Friseursalon sichtlich zu genießen.
Symbolbild © istockphoto/ oatawa

Eine Studie schlägt jetzt Alarm und warnt die Verbraucherinnen eindringlich. Denn in bestimmten Haar-Produkten haben die Tester gefährliche Giftstoffe entdeckt. Die Folgen für die Gesundheit sind gravierend.

Mit einem solchen Ausgang haben die Verbraucherinnen wohl überhaupt nicht gerechnet. Doch eine Studie zeigt, dass in beliebten und vielfach genutzten Haar-Produkten Giftstoffe stecken, die nicht nur für die Gesundheit schädlich sind, sondern schwere Konsequenzen für die Anwenderinnen haben können.

Voll im Trend: Immer mehr Verbraucherinnen entdecken die Vorteile

Schöne, weiße, gepflegte Zähne, eine sportlich durchtrainierte Figur, gepflegte Fingernägel und schönes, glänzendes und volles Haar – die Filmwelt und Modeindustrie zeigen uns jeden Tag, wie erfolgreiche Frauen aussehen. Und daraus ergibt sich, wie jede Frau aussehen möchte. Für die Zähne gibt es inzwischen Veneers, die der Natur auf die Sprünge helfen. Künstliche Fingernägel auf Acryl- oder Gel-Basis sorgen für einen schönen Look an den Händen. Und für glänzendes, langes Haar gibt es die Haarverlängerungen.

In den USA beispielsweise nutzen laut Statistiken ca. 45 Millionen Frauen diese künstlichen Haare. Die Mehrheit lässt sie sich in einem Friseursalon anbringen. Andere probieren dies zu Hause selbst aus oder lassen eine Freundin oder Bekannte diese Aufgabe übernehmen. Das Haar ist leicht zu pflegen und bei entsprechend professioneller Arbeit lassen sich die Haar-Verlängerungen nicht vom Echthaar unterscheiden. Waren die Verlängerungen anfangs nur ein Nischenprodukt, haben sie sich dank der sozialen Medien zu einem echten Trend entwickelt.

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Giftstoffe in Haar-Produkten entdeckt: Tester warnen vor der Nutzung

So sehr Frauen die Haar-Verlängerungen schätzen, so alarmierend sind nun die Folgen einer Studie in den USA. Die Tester nahmen 43 Haarverlängerungen unter die Lupe und testeten sie auf verschiedene Chemikalien. 169 giftige Substanzen fand die Studie, also Hunderte Giftstoffe, die auf den Körper schwerwiegende Folgen haben können. Einige von ihnen stehen auf der Liste der Inhaltsstoffe, die mit Gebärmutter- und Brustkrebs in Verbindung gebracht werden. Zudem haben die Chemikalien Auswirkungen auf den Hormon-Haushalt der Frauen und auf die Fruchtbarkeit. Zum Beispiel entdeckten die Tester Blei und Benzol, welche die gesetzlichen Vorgaben um das Sechsfache übersteigen.

Zudem betont die Studie, dass besonders schwarze Frauen gefährdet seien. Sie nutzen nicht nur öfter solche Haar-Verlängerungen, sondern auch Produkte, welche die Haare glätten sollen. Auch diese enthalten viele Giftstoffe, die das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, deutlich erhöhen. Da die Inhaltsstoffe über die Kopfhaut aufgenommen werden und so in den Körper geraten, empfehlen Experten, genau darauf zu achten, woher die Extensions kommen und wer sie anbringt. Am besten verzichtet man auf solche Produkte komplett.

(Quellen: US-Umweltforscher über Chemikalien in Haar-Extensions, Berichte internationaler Wissenschaftsportale)