
In dieser deutschen Großstadt sind Barzahlungen – genau wie in anderen Städten – der Standard. Nun gibt es jedoch immer größeren Widerstand gegen das Prinzip „Cash only“. Das steckt hinter der angestrebten Wende, die vieles verändern soll.
Eine geplante Initiative soll die große Wende beim Bezahlen bringen. Klar ist: Viele Betriebe setzen nach wie vor auf Bargeld. Das soll sich allerdings ändern.
Tausende Betriebe nehmen bislang nur Bargeld an
Ob Händler oder Gastronomen – in Deutschland entscheiden Betreiber selbst, ob sie nur Bargeld annehmen oder zusätzlich andere Zahlungsmethoden akzeptieren. Es herrscht Vertragsfreiheit. Inzwischen haben sich viele Geschäfte jedoch umgestellt. Sie nehmen Münzen und Scheine, digitale Bezahlungen und Kartenzahlungen an. Einige gehen heute viel weiter, um sich noch moderner aufzustellen: Sie streichen das traditionelle Bargeld komplett, etwa in der Hauptstadt Berlin. Trotz des Trends gibt es dort zahlreiche Betriebe, die weiterhin nur Bares akzeptieren. Deshalb will Berlin jetzt entgegensteuern – mit einer Initiative, die einiges verändern soll.
Deutsche Großstadt nimmt Barzahlungen ins Visier: Wende soll her
Die geplante Bundesratsinitiative aus der Hauptstadt soll zum Ziel haben, kriminelle Geschäfte in Berlin und bundesweit stärker zu unterbinden. Der Hintergrund: Wer nur Bargeld annimmt, hat es einfacher, Steuerhinterziehung zu betreiben. Denn Bargeldzahlungen lassen sich weit schwerer nachverfolgen als digitale Transaktionen, was schwarze Kassen und die Umgehung von Sozialabgaben begünstigt. Den Behörden entgehen so Jahr für Jahr große Summen, die eigentlich für Schulen, Infrastruktur oder das Gesundheitswesen vorgesehen wären. Mit der neuen Regelung soll dieses Schlupfloch nun systematisch geschlossen werden.
Parallel dazu wäre es so möglich, die Chancengleichheit innerhalb der Wirtschaft wiederherzustellen. Rechtstreue Unternehmer stehen oft im Nachteil, da sie gegen Mitbewerber konkurrieren müssen, die ihre Preise durch illegale Steuerersparnisse niedrig halten. Wenn künftig jeder Geldfluss eine digitale Spur hinterlässt, wird es für schwarze Schafe deutlich schwieriger, Umsätze unbemerkt am Fiskus vorbeizuschleusen. Ob eine solche Wende kommt, bleibt abzuwarten. Klar ist hingegen, dass der Trend zum bargeldlosen Zahlen weiter zunimmt, klassische Bargeldzahlungen aber nicht ganz abgeschafft werden sollen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, B.Z., Welt am Sonntag, Bundesfinanzministerium)













