
Eine große Änderung beim Euro steht bevor – und sie löst unterschiedliche Reaktionen in der Bevölkerung aus, die nun erstmals sogar mitbestimmen darf. Was Bürger jetzt über die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB) wissen sollten.
An das Aussehen der Banknoten haben sich Millionen Menschen in der EU gewöhnt. Indessen steht jedoch eine umfassende Neuerung bevor. Die Details.
Diese große Änderung beim Euro sorgt für gemischte Reaktionen
Jetzt sind die Bürger in Europa gefragt: Sie dürfen mitbestimmen, wie die neuen Euro-Scheine künftig aussehen sollen, welche die EZB derzeit plant. Zwei Entwürfe stehen zur Auswahl ‒ und der erste Vorschlag dreht sich um die europäische Kulturgeschichte. Hier sollen wichtige Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft auf die neuen Geldscheine kommen. Das zweite Konzept setzt auf Natur: Geplant sind Motive von heimischen Vögeln und Flüssen. Auch die Gebäude der EU-Institutionen sollen auf den Rückseiten zu sehen sein.
In den sozialen Medien gibt es bereits die ersten Reaktionen: „Ich hielt das für einen Scherz“, schreibt eine Person auf Instagram. „Wieso braucht man überhaupt noch Bargeld?“, fragt sich ein anderer Nutzer. „Vögel sind am besten“, kommentiert eine andere Person. Auch favorisierte Motive werden genannt, etwa „berühmte Männer aus der Geschichte“. Als Beispiel wird Komponist Ludwig van Beethoven aufgeführt. Bis zum Spätsommer sammelt die Notenbank die Stimmen der Bevölkerung über eine Internet-Umfrage.
Die Vorteile der neuen Scheine auf einen Blick
Die Generalüberholung bringt allerdings nicht nur ein verändertes Erscheinungsbild. Ganz oben auf der Agenda steht die Sicherheit, denn modernisierte Merkmale sollen Kriminellen die Fälschung erschweren. Gleichzeitig sollen neue Werkstoffe die Haltbarkeit der Scheine erhöhen. Langlebigeres Geld im Umlauf bedeutet am Ende weniger Neuproduktionen und somit eine bessere Ökobilanz. Auch die Inklusion spielt eine Rolle, denn durch tastbare Elemente erkennen Menschen mit Sehbehinderung die einzelnen Werte künftig besser. Damit sich niemand vollkommen neu umgewöhnen muss, verändern sich die bekannten Grundfarben der jeweiligen Beträge allerdings nicht. Das letzte Wort im Auswahlprozess hat das EZB-Gremium im Dezember.
(Quellen: EZB)














