Große deutsche Firma ist insolvent – „Nächste Schlag für Wirtschaft“

Ein dicker Stapel Papiere, die ausgefüllt werden müssen. Daneben steht ein großer Stempel mit der Aufschrift Insolvenz. Ein kleiner Stempel mit dem Aufdruck Antrag liegt auf einem Formular, das ebenfalls ausgefüllt werden muss. Eine große deutsche Firma ist insolvent.
Symbolbild © imago/Wolfilser

Nun folgt der nächste große Schlag für die Wirtschaft in Deutschland, die sowieso schon gebeutelt ist: Eine große deutsche Firma ist insolvent. Nicht nur die Mitarbeiter bangen, sondern auch die privaten Kunden.

Zahlreiche große und kleine Unternehmen mussten in den letzten Monaten aufgeben und Insolvenz anmelden. Nun kommt es zu einem weiteren Schlag gegen eine große deutsche Firma, die jetzt insolvent ist. Die Hintergründe sind höchst bizarr.

Große deutsche Firma setzt zahlreiche Projekte um

Diese deutsche Firma kennt – zumindest vom Namen her – jeder, der die Ostsee kennt. Das Unternehmen setzt zahlreiche Bauvorhaben um, die es in verschiedenen Größenordnungen gibt. Die Kunden sind nicht nur große Bauherren. Auch zahlreiche kleine Bauherren haben ihre Aufträge an diese Firma verteilt. Umso größer ist jetzt die Angst davor, was mit den Aufträgen passiert. Denn die große deutsche Firma ist insolvent. Die Gründe müssen jedoch noch aufgeklärt werden.

Große deutsche Firma insolvent – zahlreiche Fragen offen

Die große Aufgabe, alle Hintergründe lückenlos aufzuklären und sämtliche Fragen zu beantworten, obliegt dem Insolvenzverwalter Manuel Sack von der Kanzlei Brinkmann & Partner. Er prüft auch, ob eventuell Haftungsansprüche gegen einige Beteiligte bestehen könnten. Denn einen faden Beigeschmack hat diese Insolvenz schon. Im März hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführerin der Helma Eigenheimbau AG ihres Amtes enthoben und sofort beim zuständigen Amtsgericht den Insolvenzantrag eingereicht.

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Das Problem an dem Antrag war, dass sich die Helma Eigenbau AG nach dem StaRUG (kurz für Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz) in einem Sanierungsprozess befand. Man suchte sogar aktiv nach Investoren. Die Gründe für diese Entscheidung wurden nie preisgegeben und selbst Experten können nur raten. Das eigentliche Problem folgte dann auf dem Fuße. Durch die Anmeldung der Insolvenz kamen alle Bauprojekte sofort zum Erliegen. Dadurch stürzte der Aktienkurs der AG sofort in die Tiefe. Auch zwei zentrale Tochtergesellschaften mussten daraufhin Insolvenz anmelden. Nun muss der Insolvenzverwalter klären, ob diese ganzen Schäden überhaupt nötig waren.