
Es ist kaum vorstellbar, aber derzeit bittere Realität: In Deutschland geht alle 20 Minuten eine Firma pleite. Diese Zahlen zeigen, wie unglaublich ernst die wirtschaftliche Lage ist.
Man kann die Uhr danach stellen, was besonders besorgniserregend ist. In Deutschland geht alle 20 Minuten ein Unternehmen pleite. Alle Beteiligten fordern, dass die Politik endlich ins Handeln kommen muss.
„Wird kein gutes Jahr“: Mehrheit der Händler sieht schwarz für die Zukunft
Eine Umfrage hat gezeigt, dass derzeit nur 14 Prozent der Händler für dieses Jahr ihre wirtschaftliche Lage als positiv bewerten. Der Rest der Einzelhändler bangt um die eigene Zukunft. Sie sehen ihre Prognosen auch für das Jahr 2026 eher schlecht.
Diese Ängste sind durchaus begründet, denn in den letzten zehn Jahren haben knapp 70.000 Geschäfte in Deutschland geschlossen. Auch für dieses Jahr sehen die Prognosen düster aus. Experten rechnen mit weiteren 4.900 Schließungen. Der Einzelhandel und viele andere Branchen fordern die Politik endlich zum Handeln auf. Die Deckelung von Personal- und Energiekosten sei beispielsweise ein Schritt in die richtige Richtung.
Alle 20 Minuten: Erschreckende Zahlen für Firmen in Deutschland
Den Einzelhandel trifft es besonders schwer. Da aufgrund von geopolitischen Spannungen und Krisen weitere Preissteigerungen erwartet werden, sparen die Menschen, wo sie können. Sie halten ihr Geld für schlechte Zeiten zusammen, denn sie befürchten noch weitere Preisexplosionen. Dies spüren auch die Einzelhändler. Die Verbraucher gönnen sich einfach nicht mehr so viel wie zuvor.
Im vergangenen Jahr gab es bei den Amtsgerichten deutschlandweit 24.064 Insolvenzen. Umgerechnet hat damit etwa alle 20 Minuten ein Unternehmen einen Insolvenzantrag bei einem Amtsgericht gestellt. Und auch für dieses Jahr sieht es wohl nicht besser aus, so die Experten. Ein weiterer schwieriger Punkt: Die Chancen für einen erfolgreichen Ausweg aus der Insolvenz gelingt nur den wenigsten Unternehmen. Hinzu kommt für dieses Jahr der Konflikt im Nahen Osten, der die Firmen zu weiteren Maßnahmen zwingt. Sie rechnen mit weiteren Blockaden der Zufahrtswege, sodass Alternativen höhere Transport- und Logistikkosten zur Folge haben könnten.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














