Große Krise: Immer mehr Kult-Festivals sterben aus in Deutschland

Die Festivalbühne befindet sich noch im Aufbau. Das Open-Air-Festival soll Tausende Gäste anziehen und ist mit einem strengen Sicherheitskonzept ausgestattet. Die Veranstalter müssen viel Geld in Vorleistung zahlen.
Symbolbild © istockphoto/Olena Smerichka

Die Veranstaltungsbranche rutscht immer weiter in die Krise. So müssen Kult-Festivals zunehmend abgesagt werden. Die Fans sind enttäuscht, und die Künstler machen sich so ihre Gedanken.

Die Durchführung großer Kulturfestivals wird immer schwieriger. Die Themen Sicherheit, Ausgaben und Vorleistungen bringen die Veranstalter in Bedrängnis. Auch deshalb sterben in Deutschland immer mehr Kult-Festivals aus.

Absagen am laufenden Band: Kult-Festivals sterben aus in Deutschland

Tatsächlich ist es in der Veranstaltungsbranche mittlerweile sehr schwierig geworden, über Jahre hinweg erfolgreich große Veranstaltungen durchzuführen. Viele können sich das gar nicht vorstellen und denken, es bräuchte nur jede Menge Publikum, dann würde der Rest von allein laufen. Aber das ist ein Trugschluss. Ein trauriges Beispiel ist das Rocco del Schlacko. Dieses Kult-Festival gibt es seit 24 Jahren, doch der Sommer 2019 wird der letzte sein. Es haben schon ganz berühmte Bands gespielt, sodass viele Fans nicht zum ersten Mal auf dem Festival sind.

Es nützt aber nichts, das Ende ist nah. Die Veranstalter ziehen den Schlussstrich, weil sie sich nicht verkaufen wollen. Ihnen ist es bis zuletzt gelungen, das Festival unabhängig durchzuführen. Doch die Branche macht ihnen das immer schwieriger, sodass sie sich zu diesem Schritt entschieden haben. Nicht nur das Kult-Festival Juicy Beats verabschiedet sich: Auch das Olgarock, das Hexenwerk Festival und Juicy Beats sind in großer Gefahr.

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Finanzstarker Partner gesucht: Weiteres Kult-Festival in großer Gefahr

Viele können es immer noch nicht glauben, aber die Veranstalter von Juicy Beats werden das Kult-Festival zum letzten Mal in seiner bisherigen Form ausrichten. Obwohl jährlich zehntausende Besucher in den Westfalenpark kommen, sind das wohl nicht genug. Die Popmodern Veranstaltungs GmbH, verweist darauf, dass es sich derzeit um das letzte Jahr handeln könnte. Man musste deshalb die Kosten senken und einige Veränderungen umsetzen. Das sorgte aber nicht für einen Abbruch. Es kamen wieder genauso viele Fans. Wenn der Veranstalter jedoch keinen finanzstarken Partner findet, ist noch unklar, ob dieses Kult-Festival im kommenden Jahr wieder stattfindet.