Große Maßnahme: Mindestlohn in Deutschland soll gekippt werden

Ein Stempel aus Holz mit der Aufschrift "Mindestlohn", ein Arbeitsvertrag und ein Fünf-Euro-Schein sowie drei Zwei-Euro-Münzen und eine Fünfzig-Cent-Münze.
Symbolbild © istockphoto/filmfoto

Kaum ist der neue Mindestlohn in Deutschland Gesetz, soll er auch schon wieder gekippt werden. Während die einen diese Maßnahme begrüßen, halten Arbeitnehmervertreter dagegen und kündigen massiven Widerstand gegen dieses Vorhaben an.

Seit Beginn dieses Jahres ist der Mindestlohn in Deutschland auf 13,90 Euro gestiegen. Doch nun soll er schon wieder gekippt werden, wenn es nach bestimmten Interessenvertretern geht. Die Menschen gehen auf die Barrikaden.

Harter Kampf für bessere Bedingungen: „Wir werden nicht aufgeben“

Das Jahr 2026 ist noch gar nicht so alt und schon sind die Lebenshaltungskosten in vielen Bereichen weiterhin gestiegen. Das Gehalt bzw. der Lohn jedoch blieb bislang auf demselben Niveau. Seit Beginn des Jahres stieg der Mindestlohn von 12,84 auf 13,90 Euro. Dieser Anstieg war laut den Betroffenen schon längst überfällig. Denn mit einem so geringen Lohn kann wohl kaum jemand seine Lebenshaltungskosten decken.

Viele Verbände haben inzwischen angekündigt, dass man weiterhin für höhere Mindestlöhne kämpfen wolle. Insbesondere Arbeitnehmer, die schwere Arbeit verrichten, müssten auch entsprechenden Lohn bekommen. Im nächsten Jahr soll der Lohn auf 14,60 Euro steigen. Doch der Mindestlohn soll nun wieder gekippt werden – zumindest für eine besondere Personengruppe.

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Mindestlohn in Deutschland: „Soll für diese Menschen nicht gelten“

Geht es jetzt jedoch nach der CDU in Stuttgart, soll der Mindestlohn für eine besondere Personengruppe nicht gelten: für die Millionen Saisonarbeiter, die jedes Jahr nach Deutschland kommen und auf den Feldern der Landwirte hart ihr Geld verdienen. Man könne, so die Argumentation, den Landwirten den Mindestlohn für die zahlreichen Saisonkräfte gar nicht zumuten, denn viele Betriebe würden dann in die Insolvenz gehen. Der Betrieb würde sich dann nicht mehr rentieren. Gerechtfertigt sehen die CDU und der Bauernverband dies, da auch Löhne unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn immer noch höher wären als die Gelder, die die Saisonarbeiter in ihrer Heimat bekommen würden.

Gewerkschaften und die SPD kündigten bereits heftigen Widerstand an Der gesetzliche Mindestlohn müsse für alle Menschen gelten und dürfe keine Ausnahmen zulassen. Zudem verdienen die Saisonarbeiter netto sowieso schon weniger. Denn hier würden sie mehr für Miete und Lebenshaltungskosten zahlen als in ihrer Heimat und Menschen, die hier wohnen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, RND, DGB)