Großstadt zieht die Reißleine: Böllerverbot an Silvester kommt

Mann zündet Feuerwerkskörper an.
Symbolbild © istockphoto/Nenadpress

Eine Großstadt führt jetzt ein Böllerverbot an Silvester ein. Hier dürfen sich viele Anwohner auf ein ruhiges Neujahrsfest freuen.

Alle Jahre wieder wird rund um das neue Jahr geböllert und mit Raketen geschossen, was das Zeug hält. Ganz besonders in Großstädten kann das schnell gefährlich werden – sowohl für Passanten als auch ganze Häuser. Aus diesem Grund zieht eine Großstadt jetzt die Reißleine und führt ein Böllerverbot an Silvester ein.

Entscheidung trifft auf Unmut

Bei der Großstadt handelt es sich um Köln. Genau genommen um die Innenstadt links vom Rhein. Vergangenen Donnerstag gab man hier bekannt, dass es zu Silvester ein Böllerverbot geben wird. Das bedeutet im Klartext, dass keine Pyrotechnik, die lediglich einen Knalleffekt hat, verwendet werden darf. Diese Entscheidung löst bei einigen Menschen Unmut aus, denn immerhin freuen sich viele auf die Böllerei zum Jahreswechsel. In den sozialen Netzwerken wird aktuell heftig darüber diskutiert. So sehen einige Menschen das Böllerverbot als „lächerlich“ an. Sie merken an, dass alles, was in Deutschland eine Tradition habe, nach und nach abgeschafft werde. Andere Menschen auf Facebook stimmen dieser Aussage zu und vermuten sogar, dass die Stadt Köln Angst vor „Ausschreitungen“ habe.

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Immerhin gibt es auch viele Menschen, die das Böllerverbot begrüßen. Viele wollen sogar ein noch schärferes Gesetz und fordern, die ganze Stadt von der Böllerei zu befreien. Immerhin – so finden viele – sei das neue Böllerverbot schon mal ein kleiner Anfang. In den sozialen Netzwerken heißt es zudem, dass sogar immer wieder auf Menschen mit Böllern geschossen werde. Das Verbot sei also mehr als notwendig.

Zweifel an dem Verbot

Dennoch glauben viele, dass es schwer sein wird, das Verbot durchzusetzen. Denn nur weil es ein Böllerverbot in einer Zone der Stadt gibt, heißt das nicht, dass in anderen Bezirken nicht umso mehr geknallt wird. Zudem sind Raketen und Co. weiterhin erlaubt. Bleibt die Frage, wie das Ordnungsamt unterscheiden will, was nun wirklich ein Böller war oder aber ein Feuerwerkskörper.