
Es klingt unglaublich, aber für ihre Überzeugung gehen sie gewagte Schritte: Vegane Aktivisten greifen nun tatsächlich Passanten an. Das ist einfach unglaublich und stößt auf viel Gegenwehr.
Wenn gutes Zureden und Überzeugungskraft nicht ausreichen, muss man eben andere Wege gehen. Dies dachten sich wohl auch vegane Aktivisten und haben Passanten auf offener Straße angegriffen. Sie stehen aggressiv für ihre Überzeugungen ein.
„Das gab es doch schon mal“: Viele erinnern sich an Raffaela Raab
Raffaela wer? Mögen sich die meisten von euch bestimmt jetzt denken. Die junge Frau wurde unter einem anderen Namen berühmt: die militante Veganerin. Jetzt klingelt es bestimmt im Kopf. Sie setzte sich für Veganismus ein und versuchte die Menschen nicht nur durch Fakten und viel Überzeugungsarbeit zum Umdenken zu bewegen. Nein, sie polarisierte. Und das tut sie auch heute noch. Sie bezeichnet alle Menschen, die Fleisch essen, als Mörder und als Täter. Sie verglich den „Massenmord an den Tieren“ sogar mit dem Holocaust. Durch solche scharfen Aussagen schaffte sie es, das Thema Tierleid in die Öffentlichkeit zu zerren. Radikal wollte sie alle Fleischesser und auch Vegetarier zum Umdenken bewegen. Tiere auszubeuten und zu töten sei ein großes Verbrechen, das die Menschheit seit Anbeginn der Zeit begeht.
Vegane Aktivisten greifen bei Passanten zu radikalen Mitteln – „Können und wollen nicht schweigen“
Die Radikalität der militanten Veganer greift nun eine weitere Gruppe um Veganer Denis Busch auf und schlägt in dieselbe Kerbe wie Raffaela Raab. Der Inhaber des veganen Podcasts „Richtig! Laut! Vegan!“ hat seine Anhänger um sich herum versammelt und am Brandenburger Tor in Berlin eine „Predigt“ gehalten. Vermummte Mitglieder hielten neben ihm Plakate von gequälten und grausam zugerichteten Tieren hoch. Die Bilder allein könnten dem Betrachter schon das Blut in den Adern gefrieren lassen. Doch Busch ging noch einen Schritt weiter: Er schreit die Passanten an und fragt, ob sie schon vegan leben. Wer dies nicht tue, sei ein Täter und schlage sich auf die Seite der Unterdrücker. Neutral zu sein, ist für ihn ebenfalls keine Option. Wer neutral ist, sei ebenfalls ein Täter und Unterdrücker.
Mitten im Zentrum Berlins fragt er die Touristen, ob sie ebenfalls mitläuferische, rücksichtslose Tierschänder seien. Er macht in seiner Rede klar, dass es keinen Grund gebe, nicht vegan zu leben. Die Menschen seien zu bequem, um etwas zu ändern. Schon in einer U-Bahn hielt er eine seiner Bußpredigten. Busch selbst sei seit 15 Jahren vegan und habe drei „für immer vegan lebende“ Kinder. Der „Exmensch“, wie sich Denis Busch in den sozialen Medien selbst nennt, spaltet die Geister. Die einen jubeln ihm zu und danken ihm für seine klaren, drastischen Worte. Andere fordern ein, dass dies jedem selbst zu überlassen sei.














