Handelskriege drohen wegen E-Mobilität: Seltene Rohstoffe brauchbar

Autohersteller Industrie
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Die Verwendung der seltenen Rohstoffe für E-Autos bieten politischen Zündstoff. Darüber sind sich viele einig. Experten warnen vor eventuell drohenden Handelskriegen.

Für die Produktion von E-Autos werden massenhaft Rohstoffe verbraucht. Die Verfügbarkeit der Ressourcen ist eingeschränkt. Auch politisch sorgt die Nutzung immer wieder für weltweite Diskussionen. Das könnte nun zu schweren Auseinandersetzungen führen.

E-Mobilität bietet politisches Explosionspotential

Im Bereich E-Mobilität geht es nicht immer nur um den technischen Fortschritt. Auch der Optimierungsbedarf steht oben auf der Agenda. Ganz weit oben befindet sich der von Batterien. Die Fahrzeughersteller sind massiv damit beschäftigt, E-Autos noch attraktiver werden zu lassen.

Doch aktuell geht es immer mehr um die Rohstoffe, die in den Batterien verbaut werden. Diese sind auf einige wenige Regionen begrenzt. Kobalt, der in den E-Autobatterien verbaut wird, stammt überwiegend aus dem Kongo. Nun könnte es passieren, dass die Produktion bald ins Stocken gerät. Generell könnte so auch eine Abhängigkeit bestimmter Länder vorkommen.

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Das Hauptproblem besteht darin, dass ohne Graphit, Lithium und Kobalt die E-Mobilität nicht funktioniert. Denn diese Rohstoffe werden aktuell für die Batterien verbraucht. Laut Schätzungen der Europäischen Union, soll sich bis 2030 der Kobaltbedarf verfünffacht haben. Lithium soll bis 2030 18fach verbraucht werden.

Abhängigkeit und Ausbeutung wegen E-Autos?

Natürlich möchten Autohersteller eine Unabhängigkeit schaffen. Auch eine Ausbeutung der Ressourcen muss dringend verhindert werden. Allgemein entbrennt aktuell ein Konflikt zwischen den Ländern. Bei den Verhandlungen um die Rohstoffe, geraten die Staaten in Streit. Die EU hat jedoch hier wenig zu sagen.

Von insgesamt 30 als kritisch eingestufte Rohstoffe stammen 19 allein aus China. Dabei könnte es auch für die USA in Zukunft problematisch werden, wenn es um Rohstoffe geht. Denn zwischen beiden Staaten gibt es seit einigen Jahren heftige Konflikte. Durch den erhöhten Bedarf an Ressourcen, seltenen Erden und Rohstoffen könnte es nun, laut Experten sogar zu internationale tobenden Handelskriegen kommen.

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Dabei bergen auch Lieferengpässe von Rohstoffen echtes Streitpotential. Da beispielsweise die Lieferung von Aluminium derzeit eingeschränkt ist, kann dies weltweit Autohersteller in ihrer Produktion in Gefahr bringen.