
Ein spezielles Handy-Verbot für Fußgänger soll die Sicherheit im Straßenverkehr deutlich erhöhen. Wer künftig in diesem beliebten Urlaubsland in der EU unterwegs ist, sollte deshalb aufpassen. Es drohen 75 Euro Strafe.
Nicht nur aggressive oder unaufmerksame Autofahrer sind ein Unfallrisiko. Auch Smartphone-Nutzer können zum plötzlichen Zusammenprall beitragen. Nun will dieses EU-Land mit einer Strafe für Passanten durchgreifen.
Wie abgelenkte Smartphone-Nutzer zum Risiko werden
Menschliches Fehlverhalten begünstigt gefährliche Unfälle. Wer ungenügend Abstand zu anderen Autos hält oder Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreitet, erhöht das Risiko oftmals deutlich. Auch Fahrradfahrer und Fußgänger müssen besonders achtsam bleiben. In den vergangenen Jahren hat insbesondere die zunehmende Nutzung von Smartphones die Gefahr für Kollisionen zusätzlich verschärft.
Einige unaufmerksame Sekunden am Gerät genügen, um als Fußgänger einen Unfall im Straßenverkehr herbeizuführen. Das belegen Untersuchungen, so etwa eine Analyse der University of British Columbia: Wegen der Handynutzung schießt das Risiko um ganze 45 Prozent in die Höhe. Passanten, die laut Untersuchung vom Gerät in der Hand abgelenkt waren, nahmen ihr Umfeld schlechter wahr. Die Reaktionsgeschwindigkeit ließ im Vergleich zu Fußgängern ohne Smartphone zu wünschen übrig. Das ergab die Auswertung von Videoaufnahmen.
Handy-Verbot für Fußgänger: Das ist jetzt geplant
Andere Verkehrsteilnehmer wie Autofahrer sind sich des Risikos in manchen Fällen offenbar bewusst. Die Untersuchung ergab demnach, dass einige Fahrer weniger Gas gaben, wenn sie Passanten mit Telefon sahen. In einem EU-Land sollen sogenannte „Smombies“ ‒ das Wort setzt sich aus „Smartphone“ und „Zombies“ zusammen ‒ nun künftig zur Kasse gebeten werden. Ein Entwurf für die Straßenverkehrsordnung sieht für abgelenkte Personen, die die Straße überqueren, eine Strafe von ganzen 75 Euro vor.
Betroffen sind Verkehrsteilnehmer in Italien. Außerdem sieht der Plan nicht nur Bußgelder für abgelenkte Smartphone-Nutzer, sondern auch für Personen mit anderen Geräten vor. Das können zum Beispiel auch digitale Kameras oder etwa Tablets sein. Wer sich beim Überqueren der Straße mit entsprechenden Ablenkungen erwischen lässt, muss demnach im beliebten Urlaubsland Italien wohl bald tief in die Tasche greifen.
(Quellen: Italienisches Parlament, Senat Italien)














