
Ein Hantavirus-Ausbruch treibt gerade sein Unwesen. Die deutschen Passagiere müssen nun zunächst einmal in Quarantäne. Die Aufregung und Sorge sind jedoch nicht nur bei den Betroffenen groß.
Sie sind klein und unsichtbar, aber dennoch sehr gefährlich. Ein Hantavirus-Ausbruch hat zur Folge, dass deutsche Passagiere in Quarantäne müssen. Viele befürchten jetzt das Schlimmste und haben Angst davor, dass der Virus weite Kreise zieht.
Ständiger Wechsel der Kulisse
Kreuzfahrten bieten eine bequeme Möglichkeit, mehrere Reiseziele in einer einzigen Reise zu erleben, ohne ständig die Unterkunft zu wechseln. An Bord profitieren Passagiere von einer Vielzahl an Geschäften, Unterhaltung und Verpflegung, während geplante Ausflüge an Land die Kultur- und Naturerlebnisse vertiefen. So vermitteln Kreuzfahrten ein besonderes Flair, das aus dem ständigen Wechsel der Kulissen und dem wohnlichen Komfort an Bord entsteht. Während Meerblick und ein angenehmer Seegang eine beruhigende Atmosphäre schaffen, bietet abends das Programm aus Shows und Live-Musik einen Hauch von Unterhaltung. Leider wartete jüngst eine Reise mit einer bösen Überraschung auf, sodass deutsche Passagiere nun die nächsten Wochen in Quarantäne müssen.
Quarantäne von bis zu 45 Tagen
Auf einem niederländisch registrierten Kreuzfahrtschiff, das am 1. April 2026 in Südargentinien gestartet ist, wurde ein Ausbruch von Hantaviren bemerkt. Es handelt sich dabei um die in Südamerika auftretenden Andesviren. Die „Hondius“ legte am frühen Sonntagvormittag im Hafen von Teneriffa an. An Bord befanden sich zuletzt mehr als 140 Passagiere, Mitglieder der Besatzung und begleitende Experten aus 23 Ländern. Insgesamt sechs Deutsche befanden sich laut Auskunft des Schiffsbetreibers Oceanwide auf dem Kreuzfahrtschiff. Den neuesten Angaben zufolge gibt es sechs bestätigte Hantavirus-Fälle, von denen drei Personen verstarben. Bei den Verstorbenen handelt es sich um ein Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland.
Nach der Landung in Eindhoven am 10. Mai und einem nächtlichen Zwischenstopp im Frankfurter Universitätsklinikum kehren die drei deutschen Kreuzfahrer in ihre Heimat zurück. Sie alle waren an Bord, als der Hantavirus-Ausbruch auftrat. Die Bundesländer und Kommunen sorgen für deren Transport nach Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen, wo die jeweiligen Gesundheitsämter ab dann die Zuständigkeit übernehmen. Die vier Passagiere sind zwar vollständig symptomfrei, dennoch haben sie eine Quarantänezeit zu absolvieren. Diese Quarantäne kann aufgrund der langen Inkubationszeit bis zu 45 Tage andauern. So bleibt nun nur zu hoffen, dass die deutschen Passagiere auch weiterhin vom Hantavirus verschont werden.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, AFP, Bundesgesundheitsministerium)














