Haushalte betroffen: Zuschuss für Energiewende wird gestrichen

Auf einem Balkon befindet sich ein Balkonkraftwerk mit vielen Solarzellen, die praktisch einen Sichtschutz um den Balkon herum bilden. Dahinter sieht man ein paar Bäume, eine Markise und eine Lampe, die von der Decke herunterhängt.
Symbolbild © istockphoto/Maryana Serdynska

Eine große Mehrheit der weltweiten Bevölkerung spricht sich für den Klimaschutz aus. Jetzt fällt ein Zuschuss für die Energiewende in Deutschland weg, obwohl auch hierzulande viele Menschen aktiv zur Wende beisteuern würden – wenn sie das Geld hätten. 

Finanzielle Hürden schrecken Verbraucher vor klimafreundlichen Investitionen ab. Nun wird auch diese Unterstützung eingestellt. Wer davon betroffen ist.

Klimawandel unterstützen: Haushalten fehlt oft das Geld

Viele befürworten den Klimaschutz. Um im privaten Bereich aktiv zur Wende beizutragen, fehlt zahlreichen Haushalten allerdings das Geld. Das zeigt der KfW-Klimabarometer 2025. Hintergrund ist der hohe Kostendruck, unter dem insbesondere Haushalte mit weniger Geld leiden. Balkonkraftwerke stellen für einige jedoch eine finanzierbare Lösung dar, um einen Beitrag zu leisten und dabei die eigenen Stromkosten zu reduzieren. Dafür stellen einige Kommunen auch Zuschüsse bereit.

Zuschuss für Energiewende: Wo es ihn künftig nicht mehr gibt

Wer ein Balkonkraftwerk anbringen will, muss einige wenige Punkte beachten. Mehrere Geräte funktionieren gleichzeitig. Damit es nicht zur Überlastung kommt, ist pro Stromkreis jedoch nur ein Kraftwerk vorgesehen. Außerdem erfolgt eine kurze Registrierung bei der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister. Bevor Privathaushalte die Mini-PV-Anlage kaufen und anbringen, sollten sie den Vermieter informieren. Dieser kann nur in Ausnahmefällen ein Verbot aussprechen. Mieter haben heute einen gesetzlichen Anspruch auf die Genehmigung. Stellt sich nur noch die Frage, wie teuer die Investition ausfällt ‒ und ob es Unterstützung gibt.

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Generell sind Steckersolargeräte günstiger geworden. Dennoch fallen Summen im dreistelligen Bereich an, manchmal auch mehr. Für Haushalte in Berlin gab es bisher eine Förderung. Diese belief sich zunächst auf bis zu 500 Euro, später dann auf bis zu 250 Euro. Ab Januar 2026 fließt das Geld gar nicht mehr. Es ist das offizielle Aus der Unterstützung, die über das Förderprogramm SolarPLUS lief. Die Kosten für die Anschaffung seien mittlerweile so überschaubar, dass man den Zuschuss nicht mehr für notwendig erachte. Wer sich die praktische Anlage leisten will, greift künftig also in die eigene Tasche. In einigen anderen Städten läuft die Förderung weiter, doch Höhe und Konditionen fallen unterschiedlich aus.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Berliner Senat)