Heizkosten steigen rasant an: Das können Bürger jetzt tun

Mehrere Euro-Banknoten, die links im Vordergrund liegen. Rechts daneben brennt eine blaue Gasflamme auf einem Küchenherd und darüber befindet sich die auf Stufe 4 gedrehte Regler-Skala eines Heizkörpers.
Symbolbild © istockphoto/filmfoto

Die Heizkosten steigen rasant an und viele Bürger wissen einfach nicht mehr, wie sie mit ihrem Geld haushalten könen. Deshalb geben Experten jetzt Tipps, was man als Verbraucher tun kann.

Da generell die Lebenshaltungskosten gestiegen sind, müssen viele Bürger in Deutschland mit ihrem Geld sparsam umgehen. Nun steigen zum Herbst auch noch die Heizkosten rasant an. Mit einigen Tricks und Tipps kann man jedoch sparen.

Heizkosten steigen rasant an: Der Herbst wird teuer

Die Heizkosten in Deutschland ziehen wieder spürbar an. Für das Jahr 2026/2027 wird mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von etwa 8 bis 12 Prozent für Haushaltskunden gerechnet. Der wesentliche Preistreiber ist dabei nicht mehr allein der Gaspreis am Weltmarkt, sondern die politisch festgelegte Erhöhung des CO₂-Preises, die ab dem 1. Januar 2026 sprunghaft von 45 Euro auf 55 Euro pro Tonne CO₂ gestiegen ist und fossile Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl verteuert.

Weil immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen oder Fernwärme umsteigen, sinkt die Zahl der Gasnutzer. Die Kosten für den Erhalt des Gasnetzes müssen jedoch auf weniger Schultern verteilt werden, weshalb die Durchleitungsgebühren der Netzbetreiber massiv angehoben wurden. Seit 2023 greift das CO₂-Kostenaufteilungsgesetz. Je schlechter der energetische Zustand des Hauses ist, desto mehr muss der Vermieter von der CO₂-Abgabe übernehmen. Bei energetisch sanierten Gebäuden tragen Mieter die Kosten fast allein.

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So können Verbraucher jetzt sparen

Um den rasant steigenden Heizkosten und der höheren CO₂-Abgabe effektiv entgegenzuwirken, können Verbraucher an verschiedenen Stellschrauben drehen, die von sofortigen, kostenlosen Verhaltensregeln bis hin zu rechtlichen Ansprüchen für Mieter reichen. Da jedes Grad weniger Raumtemperatur die Heizenergie um rund sechs Prozent senkt, schonen bereits leicht abgesenkte Temperaturen im Wohn- und Schlafbereich den Geldbeutel spürbar. Zudem sollte auf das dauerhafte Kippen von Fenstern verzichtet werden. Stattdessen empfiehlt sich ein dreimal tägliches Stoßlüften für fünf bis zehn Minuten bei abgedrehten Thermostaten.

Schon mit einem geringen finanziellen Aufwand lassen sich weitere technische Kniffe umsetzen. Wenn der Heizkörper gluckert oder sich nicht richtig erwärmt, blockiert Luft im System den Wärmefluss. Ein einfaches Entlüften schafft hier Abhilfe und spart bis zu 1,5 Prozent der Kosten. Da viele Grundversorger die Preise aufgrund gestiegener Netzentgelte massiv anheben, lohnt sich abschließend oft ein Tarifvergleich, da ein Wechsel zu einem günstigeren Festpreistarif beim Gas- oder Stromanbieter mehrere hundert Euro im Jahr einsparen kann.

(Quellen: Verbracherzentralen, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)