
Wer den Austausch seiner alten Heizung noch plant, sollte den Zeitpunkt genau im Blick behalten. Ab dem 21. Juli gelten neue Förderbedingungen des Bundes. Während Haushalte mit geringerem Einkommen künftig stärker unterstützt werden, müssen sich viele Eigentümer auf niedrigere Zuschüsse einstellen.
Mit der Reform verfolgt die Bundesregierung ein klares Ziel: Die verfügbaren Fördermittel sollen gezielter eingesetzt werden. Statt möglichst hohe Zuschüsse für alle bereitzustellen, fließt künftig ein größerer Teil der Förderung an Haushalte mit geringerem Einkommen. Für viele Eigentümer verändert sich dadurch die Kalkulation eines Heizungstauschs deutlich.
Weniger Zuschuss für Millionen Bürger ab Juli – Heizung tauschen
An der Grundförderung von 30 Prozent ändert sich zunächst nichts. Neu geregelt wird jedoch der Einkommensbonus. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 30.000 Euro erhalten künftig einen Bonus von 40 Prozent statt bisher 30 Prozent. Wer zwischen 30.001 und 40.000 Euro verdient, bekommt weiterhin 30 Prozent. Zusätzlich führt der Bund erstmals einen Bonus von 10 Prozent für Einkommen zwischen 40.001 und 50.000 Euro ein.
Für Eigentümer mit höheren Einkommen fällt die Förderung dagegen künftig geringer aus. Die maximal möglichen Zuschüsse werden schrittweise abgesenkt. Damit will der Bund die Fördergelder stärker auf Haushalte konzentrieren, die größere finanzielle Unterstützung benötigen.
Achtung: Heizung tauschen kann jetzt wieder teurer werden
Die neuen Regeln gelten für alle Förderanträge, die ab dem 21. Juli gestellt werden. Zuvor passen die zuständigen Förderstellen ihre Antragsportale an. Während dieser Umstellungsphase können zeitweise keine neuen Anträge eingereicht werden. Wer ohnehin einen Heizungstausch plant, sollte die neuen Voraussetzungen deshalb genau prüfen.
Je nach Einkommen können sich die Zuschüsse erheblich unterscheiden. Vor allem für Familien und Eigentümer mit geringerem Einkommen verbessert sich die Förderung, während andere Bauherren künftig einen größeren Teil der Investition selbst finanzieren müssen. Trotz der Änderungen bleibt die Heizungsförderung ein wichtiger Baustein der Energiewende. Sie soll den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme erleichtern und gleichzeitig die öffentlichen Ausgaben stärker auf diejenigen konzentrieren, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind.
(Quellen: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW, Energiewechsel.de)














