Hiobsbotschaft: Traditionswerk macht bald in Deutschland dicht

Eine Luftaufnahme einer großen Fabrik. Vor der Fabrik stehen zahlreiche Lkw, die Waren abholen. Rund um das Gebäude befinden sich zahlreiche Parkplätze mit Autos.
Symbolbild © istockphoto/jackaldu

Bis Ende dieses Jahres macht ein Traditionswerk in Deutschland dicht. Obwohl mit diesem Schritt kaum jemand gerechnet hat, sieht die Geschäftsführung keine andere Möglichkeit als die Schließung.

Eine weitere Hiobsbotschaft erreicht nicht nur die Angestellten, sondern auch die Menschen in der Region. Ein Traditionswerk macht nämlich bald dicht. Ein Ende bedeutet jedoch immer auch einen Anfang.

„Keine leichte Entscheidung“: Wirtschaftslage Schuld an Schließung

Mit der Entwicklung schreitet auch das alltägliche Leben voran und macht Produkte und Prozesse überflüssig, ohne die die Bevölkerung wohl nicht überlebt hätte. Das Traditionswerk ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass wir in einer Zeit leben, in der etwas Wichtiges von gestern für das Heute absolut nicht mehr tragbar und damit überflüssig ist. Und genau so begründet die Unternehmensführung auch die Schließung zum Ende des Jahres. Man habe mehrere Optionen gegeneinander abgewogen und beschlossen, dass sich eine Weiterführung des Werkes einfach nicht mehr lohne, da sich die Marktbedingungen grundlegend geändert hätten.

Traditionswerk macht bald dicht: Neue Chance für ein anderes Unternehmen

Am 31. Dezember 2026 ist endgültig Schluss mit dem Pelletwerk auf dem „Innovationscampus“ in Offenbach. Die Energieversorgung Offenbach AG hat den Beschluss aufgrund verschiedener Faktoren gefasst. Zum einen würden immer mehr Wärmepumpen in den Umlauf kommen und somit die Pelletversorgung reduzieren. Damit würde es auch schwieriger werden, einen entsprechenden Absatzpreis zu finden. Zum anderen seien die Rohstoff- und Logistikkosten deutlich gestiegen. Für die Pelletproduktion benötigt das Werk Sägespäne. Diese müssen jedoch von außerhalb beschafft und nach Offenbach transportiert werden. Mit diesen Marktgegebenheiten könne man das Werk einfach nicht rentabel weiterführen.

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17 Mitarbeiter müssen sich nun umorientieren. Die Schließung des Werks soll jedoch sozialverträglich geschehen. Man wolle den Mitarbeitern helfen, entweder einen anderen Job in der EVO-Gruppe anzubieten oder ihnen bei einer beruflichen Neuorientierung zu helfen, heißt es. Mit dem neuen Jahr will man die Anlagen demontieren und abtransportieren. Damit endet der Mietvertrag mit der Stadt, der das Gelände gehört, schon sehr viel früher als gedacht und nicht erst im Jahr 2044. Inzwischen suche man nach einem neuen Unternehmen, das den großen zusammenhängenden Komplex anmieten will. Laut der Stadt Offenbach bestehen hier große Chancen und man rechnet mit vielen Bewerbungen, da eine solche Fläche sehr selten sei.

(Quellen: Stadt Offenbach, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)