Hitze-Drama in Baden-Württemberg: Kühen droht Schlachtung

Auf einer saftigen grünen Wiese befinden sich mehrere Kühe. Sie laufen durch das hohe Gras und fressen. Die Sonne scheint und der Himmel ist strahlend blau.
Symbolbild © istockphoto/filmfoto

Nach der langanhaltenden Hitze wird es für viele Landwirte in Baden-Württemberg ernst. Einigen Kühen droht sogar die Schlachtung, da die Bauern sich nicht mehr anders zu helfen wissen. Die Lage ist äußerst prekär.

Momentan haben die Landwirte in Deutschland es sehr schwer. Denn durch die anhaltende Hitze und den vielfach ausbleibenden Regen droht ein echtes Drama. Kühen droht sogar die Schlachtung, da die Bauern einfach keinen anderen Ausweg mehr sehen.

Verdorrte Felder: Landwirte bangen um ihre Existenz

Fachleute haben es bereits vorhergesehen, ebenso wie die Landwirte in Deutschland selbst. Egal, ob sie Nutztiere halten oder Obst und Gemüse ziehen, Regen ist wichtig und sorgt für gedeihende Pflanzen. In diesem Jahr sieht es damit jedoch sehr schlecht aus. Schon der Frühling war zu trocken, meldeten Meteorologen und warnten vor den Auswirkungen, die sich bald einstellen würden, wenn es nicht zu kräftigen Regenschauern kommen würde. Doch in vielen Teilen des Landes ist davon bislang nicht viel spürbar. Zwar regnet es immer wieder einmal. Jedoch reichen die Mengen nicht aus, um die vertrockneten Böden wieder mit ausreichend Flüssigkeit zu tränken. Dies hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf die Ernten.

Kühen droht Schlachtung: Bauern wissen sich nicht mehr anders zu helfen

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Ein Heumilchbauer aus Langenbrettach schildert nun eindringlich, wie dramatisch die Lage tatsächlich ist. Er verkauft die Heumilch seiner Kühe an einen regionalen Betrieb. Und für Heumilch gelten andere Auflagen als für normale Milch. So darf er beispielsweise seinen Kühen keine Silage oder andere Gärfuttermittel geben, erklärt der Landwirt. Da die Wiesen jedoch ausgetrocknet sind, wächst kein Gras nach und die Kühe können nicht genug fressen.

Um seine Kühe versorgen zu können, greift er deshalb schon auf Vorräte zurück, die eigentlich für den Winter gedacht waren. Geht dies so weiter, hat er für die knappe Jahreszeit nichts mehr. Eine Alternative wäre, Heu und Gras von anderen Betrieben zu kaufen. Die Preise seien jedoch hoch, sodass enorme Kosten auf den Bauern zukommen würden. Auch die Hitze macht den Kühen zu schaffen. Sie geben durchschnittlich fünf Prozent weniger Milch als normalerweise. Deshalb sehe er keine andere Möglichkeit, als fünf bis zehn Kühe zur Schlachtung zu geben, wenn sich die Lage nicht ändert. Der Landwirt zeigt sich besorgt, was die Versorgung seiner Tiere angeht. Und damit ist er nicht alleine.

(Quellen: Landesbauernverband BW, Deutscher Wetterdienst, Landesanstalt für Landwirtschaft BW)