Höherer Zuschuss freigegeben: Millionen Eltern erhalten mehr Geld

Eine Familie aus Papier. Mutter, Vater und Kinder halten sich an den Händen. Die Papierfamilie liegt auf mehreren Banknoten. Es handelt sich um grüne 100-Euro-Scheine. In Karlsruhe werden Familie durch höhere Beiträge und einer Liste des Grauens nun zur Kasse gebeten.
Symbolbild © imago/CHROMORANGE

Bis zum endgültigen Beschluss mussten sich Millionen Bürger gedulden. Jetzt ist es amtlich: Ein höherer Zuschuss wurde freigegeben. Wann das Geld aufs Konto fließt und wer schon bald vom finanziellen Bonus profitieren darf. 

Der Zuschuss ist umstritten. Nun ist jedoch klar, dass er schon bald fließen wird. Für viele ist das eine langersehnte Entlastung.

Nach langer Wartezeit und Debatten: Höherer Zuschuss freigegeben

Der geplante Zuschuss sorgte bereits für hitzige Debatten in Politik und Gesellschaft. Nun steht fest, dass er kommt. Anspruchsberechtigte dürfen sich auf das langersehnte Extra-Geld freuen, auf das viele dringend angewiesen sind. Denn die Gruppe ist aufgrund der Erwerbsbiografie im Alter nicht selten armutsgefährdet. Die Finanzierung des neuen Zuschusses soll über Steuermittel erfolgen und jedes Jahr ungefähr fünf Milliarden Euro kosten ‒ Umstände, die für reichlich Kritik sorgen, während Befürworter auf die Notwendigkeit des Zuschusses hinweisen.

Voraussetzung: Wer Anspruch auf das Geld hat

Die spezielle Reform „Mütterrente III“ gehört zum Rentenpaket 2025, das verbesserte Rentenbedingungen zum Ziel hat. Unter anderem zählt auch die Aktivrente zum Paket ‒ eine Art Bonus für Beschäftigte im Rentenalter, die freiwillig im Job bleiben und so bis zu 2.000 Euro monatlich ohne Steuern hinzuverdienen können. Bei der Mütterrente stehen insbesondere Eltern im Fokus. Diejenigen, die wegen der Kindererziehung zeitweise nicht gearbeitet haben, bekommen diese Zeit als Kindererziehungszeit in der Rentenversicherung gutgeschrieben. Kinder vor 1992 brachten bisher allerdings wenige Rentenpunkte als Nachwuchs ein, der nach 1992 geboren wurde. Das ändert sich.

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Die Mütterrente III wird zum 1. Januar 2027 wirksam. Pro Kind erhöht sich die Rente dann um etwa 20 Euro pro Monat für alle, deren Kinder vor 1992 auf die Welt kamen. Etwa zehn Millionen Menschen gehören zum Kreis der Berechtigten. Einziger Wermutstropfen: Wer Anspruch hat, muss sich noch etwas gedulden. Nach Informationen der Deutschen Rentenversicherung fließt der Zuschuss aus technischen Gründen wohl erst ein Jahr später. Demnach erfolgt die Überweisung der Beträge aus dem Jahr 2027 nachträglich ab 2028.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Deutsche Rentenversicherung, Angaben zum Rentenpaket 2025)