Hohe Strafen: Barfußlaufen verboten – Auch für deutsche Touristen

Zahlreiche Touristen entspannen sich an einem kleinen Strand am Meer. Rechts und links des Strandabschnittes ragt die saftig grüne Landschaft an der Steilküste empor. Auch ein oranges Haus ist zu sehen, ebenso wie ein Schiff in der Ferne.
Symbilbild © imago/ Pond5 Images

Im Urlaub – besonders am Sandstrand – ist Barfußlaufen eine regelrechte Wohltat. In einem beliebten Urlaubsort ist es ab sofort jedoch eine Straftat. Doch ist es nicht das einzige Verbot, bei dessen Missachtung Touristen eine Strafe erwartet.

Unglaublich, aber wahr: In einem beliebten Urlaubsort gibt es neue Regelungen, die Touristen unter anderem das Tragen von Schuhen vorschreiben. Wer doch barfuß läuft, muss mit einer hohen Strafe rechnen.

Hohe Strafen: Auch für deutsche Touristen

Barfuß und in Badekleidung auf einer Mauer sitzen und mit einem Gläschen Wein den malerischen Sonnenuntergang an der ligurischen Küste genießen. Im einstigen Fischerdörfchen Portofino kann so etwas jetzt richtig teuer werden. Inzwischen ist der italienische Ort ein beliebtes Urlaubsziel für die gut betuchte Gesellschaft. Doch natürlich verschlägt es auch „normale“ Touristen nach Portofino.

Um dem Massentourismus gewissermaßen einen Riegel vorzuschieben und den Frieden im schönen Küstenort zu wahren, treten nun knallharte Regeln in Kraft. Während der Hochsaison, also bis einschließlich 30. September, gibt es zahlreiche neue Verbote. An diese müssen sich ausnahmslos alle Touristen halten. Wer das nicht tut, muss mit einer Geldstrafe bis zu 500 Euro rechnen.

Urlaub in Italien: Barfußlaufen und noch mehr ist verboten

Seit dem 15. Juli gelten in Portofino und anderen italienischen Urlaubsorten strenge Regeln. Wer diese missachtet, muss zahlen. So ist neuerdings das Barfußlaufen innerhalb der Ortschaft verboten. Ebenso wird das Tragen von Badekleidung oder gar keiner Oberbekleidung im Ortszentrum geahndet. Weiterhin wird der Konsum von Alkohol auf öffentlichen Straßen untersagt – eigens ausgewiesene und gastronomische Bereiche sind davon ausgeschlossen. Auch Betteln – oder einfach nur das Sitzen oder Liegen auf Straßen, Gehwegen, Mauern oder auch in Parks – wird bestraft. Das schließt selbstverständlich auch das gemütliche Picknick ein.

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Je nach Art und Grad des Verstoßes müssen Touristen mit einer Strafe rechnen. Das jeweilige Bußgeld kann demnach zwischen 25 und 500 Euro betragen. Damit will sich die Gemeinde gegen unangenehme Touristen wehren. Nicht zum ersten Mal. 2023 war es Urlaubern untersagt, an beliebten Aussichtspunkten stehenzubleiben. Von den neuen Regelungen sind vor allem der Hafenbereich und das historische Zentrum von Portofino betroffen. Auch in anderen italienischen Urlaubszielen gibt es strenge (mitunter kuriose) Regeln. So darf man auf Capri keine lauten Schuhe tragen oder in Rom nicht in Brunnen baden. In Venedig ist ein Picknick auf Brücken oder an Denkmälern verboten. Während in Florenz das Essen auf der Straße unter Strafe steht.