
Nicht nur der teure Einkauf und die Stromkosten belasten das Konto. Nun wird offenbar auch der Hund zum Luxus. Ausgerechnet der tierische Begleiter, den viele Haushalte als Familienmitglied betrachten, geht ordentlich ins Geld.
Den eigenen Hund abgeben zu müssen, ist für viele eine Horrorvorstellung. Aber nicht jeder Tierfreund kann ihn sich noch leisten. Das ist der Grund.
Schmerzhafte Erkenntnis für Tierfreunde: Der Hund wird zum Luxus
In schweren Zeiten ist er für viele ein treuer Gefährte. Aber nicht nur das: Weil die beliebten Haustiere Auslauf brauchen, tragen sie durch regelmäßige Spaziergänge auch zur eigenen körperlichen Gesundheit bei. Mehrere Studien belegen die Vorteile der Hundehaltung für Menschen. Der vierbeinige Freund kann unter anderem zur Erhöhung des psychischen Wohlbefindens beitragen und Stress reduzieren.
Hundehalter wissen allerdings, dass ihr loyaler Mitbewohner regelmäßig Kosten verursacht. Ob für Tierarztbesuche, Futter oder Zubehör ‒ die Ausgaben fallen regelmäßig an. „Da unser Senior krebskrank ist, benötigt er recht viele Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel“, berichtet eine Hundehalterin auf Instagram. Auch andere Nutzer schreiben von hohen Kosten. Wer selbst einen tierischen Begleiter haben will, muss ihn sich finanziell leisten können. Und das wird angesichts der hohen Lebenskosten immer schwieriger.
Warum die Kosten in die Höhe schießen
In deutschen Haushalten leben über zehn Millionen Vierbeiner. Zwar ist die Zahl der Katzen etwas höher. Sie beläuft sich auf über 15 Millionen. Dennoch stehen Hunde ganz oben auf der Favoritenliste vieler. Ein wesentlicher Unterschied: Für Stubentiger fällt keine Steuer an ‒ für Hunde schon. Sie fällt im Vergleich zu früher zudem deutlich höher aus.
Aufgrund von finanziellen Engpässen in vielen Gemeinden müssen Halter mit steigenden Beiträgen rechnen. Der Steuersatz wird weiter angepasst. Besonders hoch sind die Kosten beispielsweise in der Stadt Hagen. Der erste Hund schlägt mit 180 Euro zu Buche. Wer seine Abgaben in Mainz zahlt, wird sogar mit 186 Euro zur Kasse gebeten. Nach Informationen des Bundesamts für Statistik stiegen die Steuereinnahmen in Deutschland innerhalb von zehn Jahren um fast 40 Prozent. Auch für 2026 sind Erhöhungen geplant. Günstiger wird die Hundehaltung also nicht. Und doch ist der Vierbeiner für viele nach wie vor eine lohnenswerte Investition und ein echtes Familienmitglied.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Statistisches Bundesamt)














