Hunderte Jobs betroffen: Deutsche Traditionsfirma gibt Standort auf

Aus der Vogelperspektive fällt der Blick auf ein großes Industriegebiet in Baden-Württemberg, das von einer Autobahn, Feldern und Bäumen umsäumt ist.
Symbolbild © imago/Hans Blossey

Eine weitere deutsche Traditionsfirma gibt einen Standort auf. Von dieser Entscheidung, deren Umsetzung bald abgeschlossen sein soll, sind Hunderte Jobs betroffen. Damit verliert der Ort ein wichtiges Unternehmen.

Ein weiterer Ort mitten in Deutschland muss nun Goodbye sagen. Denn eine deutsche Traditionsfirma gibt hier ihren Standort auf und zieht um. Hunderte Menschen müssen nun mit dieser neuen Situation fertig werden.

Abhängig von großen Unternehmen: Gemeinden kämpfen um Arbeitgeber

Sicherlich ist die Aufgabe eines jeden Geschäftsbetriebs traurig, denn Menschen verlieren ihren Job. Doch während Städte und Gemeinden mit dem Verlust eines relativ kleinen Betriebes noch umgehen können, schmerzt es umso mehr, wenn ein großer Arbeitgeber den bisherigen Standort aufgibt und umzieht. Auch wenn diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen wird und von vielen Faktoren abhängt, leiden nicht nur die Angestellten, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger aus der Region darunter.

Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür ist die Aufgabe des Standortes in Düsseldorf vom bekannten Hersteller des Löwensenfs. Hier ging es nicht nur um Arbeitsplätze, sondern auch um das Image und die Marke des Senfs an sich. Aus diesen Gründen kämpfen die Gemeinden um große Arbeitgeber. Doch oftmals können sie den aktuellen Standort nicht mehr attraktiv für Unternehmen gestalten. Diese suchen sich dann einen rentableren Ort.

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Traditionsfirma gibt Standort auf: Hunderte Arbeitsplätze ziehen um

In diesem Fall trifft es nun circa 300 Angestellte des Bremsenherstellers Knorr-Bremse. Das Unternehmen gilt als einer der Marktführer in Deutschland. Sein Entwicklungsstandort lag bislang in Schwieberdingen in Baden-Württemberg. Nun soll der Umzug nach Leonberg bis Ende Februar abgeschlossen sein, so die Unternehmensführung. Für Schwieberdingen ist dies eine bittere Entscheidung.

Doch wieso hat es dem Unternehmen am alten Standort nicht mehr gefallen? Diese Frage stellen sich nun viele Menschen, gerade in der Region des alten Standortes. Die Begründung des Unternehmens fällt eindeutig aus. So finde man am neuen Standort eine wirtschaftsfreundliche Infrastruktur und ideale Arbeitsbedingungen vor. Zudem zeige sich die Stadtverwaltung sehr konstruktiv bei der Unterstützung. Damit habe man ideale Bedingungen für die Weiterentwicklung der technologischen Lösungen. Für die 300 Mitarbeiter stellt die Umsiedlung jedoch wohl kein Problem dar. Denn die Entfernung zwischen dem alten und dem neuen Standort beträgt gerade einmal 16 Kilometer.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)