
Nach mehreren Jahrzehnten ist das Aus nun wohl besiegelt: Ein weiteres Werk in Deutschland soll bald Geschichte sein. Hunderte Mitarbeiter sind betroffen. Warum das Unternehmen diesen schweren Schritt gehen muss.
Bereits seit 1971 gibt es den Standort. Jetzt folgt jedoch offenbar ein trauriges Ende, denn aus folgenden Gründen will das Unternehmen das Werk überraschend schließen.
Steigende Kosten, Insolvenz, Schließungen
Es ist offenbar kein Ende in Sicht: Weil die Preise für Energie deutlich in die Höhe geschossen sind, leiden viele Unternehmen unter den gestiegenen Gesamtausgaben für den Betrieb. Fehlende russische Lieferungen, höhere Importkosten und Veränderungen am Markt wirken nach. Die vergangenen Jahre sind deshalb für zahlreiche Firmen zur Belastungsprobe geworden, die einige nicht überstanden haben. Nicht selten folgte eine Insolvenz mit einer anschließenden Einstellung des Betriebs. Branchen mit hohem Energiebedarf mussten zudem einige Anpassungen vornehmen. Betroffen sind bis heute unter anderem Chemie- und Metallbetriebe. Auch die Glasindustrie zählt dazu. Aus dieser Branche musste ein Betrieb für Glasverpackungen nun eine schwierige Entscheidung treffen, die Konsequenzen nach sich zieht.
Dieses Werk in Deutschland steht vor dem Aus
Als wesentliche Gründe werden neben der rückläufigen Nachfrage auch zu große Produktionsmengen genannt. In diesem Zusammenhang hat der Verpackungskonzern Ardagh angekündigt, seinen Standort im rheinland-pfälzischen Germersheim schließen zu wollen. Das Werk produziert seit Jahrzehnten Glasflaschen für die Getränkeindustrie. Der Standort in Germersheim ist Teil des Glasgeschäfts des international tätigen Konzerns Ardagh Group S.A., der seinen Hauptsitz in Luxemburg hat.
In Deutschland wird das Werk über ein eigenes Tochterunternehmen betrieben. Dieses ist im niedersächsischen Nienburg ansässig. Rund 260 Beschäftigte sind von der Entscheidung des Herstellers betroffen. Allerdings bleibt vorerst wohl unklar, wann das Werk die Pforten schließt ‒ unter anderem ist von einer möglichen Schließung Ende 2026 die Rede. Gespräche mit Arbeitnehmervertretern laufen. Andere Standorte des Konzerns in Deutschland sollen nach aktuellem Stand weiterbetrieben werden. In den kommenden Wochen dürften wohl weitere Details zur Entwicklung ans Licht kommen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Rheinpfalz, Ardagh Group)














