Immer mehr Bundespolizisten dienstunfähig geprügelt in Baden-Württemberg

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Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Immer wieder werden Bundespolizisten in Baden-Württemberg durch Angriffe vorübergehend dienstunfähig.

Zwischen 2015 und 2019 seien es 62 Beamte gewesen, berichteten die Zeitungen «Heilbronner Stimme» und «Mannheimer Morgen» (Donnerstag) unter Berufung auf Zahlen der Bundespolizeidirektion Stuttgart.


Im ersten Halbjahr 2020 seien zehn weitere Bundespolizisten hinzugekommen. «Es ist keiner der Beamten dauerhaft dienstunfähig», sagte Dirk Förste, von der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bundespolizei-Bezirksgruppe Baden-Württemberg. Es handele sich in allen Fällen um vorübergehende Dienstunfähigkeit.

Die Verletzungen durch Angriffe reichten von Bänderrissen bis hin zu Schulter- und Netzhautverletzungen. Die Gewalt gegen Bundespolizisten habe in den vergangenen Jahren zugenommen, hieß es. 2017 seien es in Baden-Württemberg 135 Angriffe gewesen, ein Jahr später 198.

In Baden-Württemberg arbeiten dem Bericht zufolge rund 1800 Bundespolizisten im Vollzugsdienst. Sie sind zuständig für Bahnhöfe, Züge, Flughäfen und den Grenzschutz.