Immer mehr Haie vor Europas Küsten – Expertin warnt Urlauber

Ein Kurzflossenmakohai schwimmt seine Runde in einem Meer. Deutlich sind bei diesem riesigen und gefährlichen Haifisch die scharfen Zähne in seinem mail zu erkennen. Dieser Raubfisch lebt vorwiegend in warmen Meeren und verirrt sich zunehmend auch mal an die Küsten.
Symbolbild © istockphoto/Alessandro De Maddalena

Immer mehr Haie werden vor Europas Küsten gesichtet, was viele Menschen beunruhigt. Eine Expertin warnt nun die Urlauber und mahnt zur Vorsicht. Es ist eine erhöhte Aufmerksamkeit gefragt.

Jetzt ist besondere Vorsicht angesagt. Immer mehr Haie werden vor Europas Küsten gesichtet, und eine Expertin warnt nun die Urlauber eindringlich vor möglichen Begegnungen. Nicht ohne Grund sind gerade in den Sommermonaten die Hinweise genauestens zu befolgen.

Traumhafte Buchten und lange Sandstrände

Europas Küsten gehören zu den beliebtesten Urlaubsregionen der Welt. Ob Mittelmeer, Atlantik oder Nordsee – jedes Jahr zieht es Millionen Menschen an die Strände. Besonders beliebt sind dabei Spanien, Italien, Griechenland, Portugal und Kroatien. Neben traumhaften Buchten und langen Sandstränden bieten die Regionen vielfältige Freizeitmöglichkeiten, sowohl Wassersport als auch Ausflügen in malerische Küstenorte. Die Küstenlandschaften sind dabei sehr unterschiedlich und reichen von felsigen Steilküsten bis hin zu flachen Sandstränden. Viele Orte zeichnen sich zudem durch ein mildes Klima aus, und außerdem verfügen sie über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Allerdings gibt es vor Europas Küsten immer mehr Haie, sodass eine Expertin sogar die Urlauber warnt.

Langsamer und kontrollierter Rückzug aus dem Wasser

Haie gehören zu den ältesten Wirbeltieren der Erde und leben seit Millionen von Jahren in den Weltmeeren. Es gibt mehr als 500 bekannte Haiarten, die sich in Größe, Lebensweise und Aussehen deutlich unterscheiden. Dabei sind die meisten Arten für Menschen ungefährlich und meiden den Kontakt mit ihnen. Außerdem spielen Haie eine wichtige Rolle im Ökosystem, da sie als Räuber das Gleichgewicht in den Meeren mitbestimmen. An den Küsten Europas tauchen zunehmend Haie auf, was vor allem mit wärmeren Meeren, veränderten Nahrungsangeboten und der Erholung maritimer Ökosysteme zusammenhängt. Somit handelt es sich bei den häufigeren Sichtungen nicht um eine Hai-Invasion, sondern um eine Verschiebung ihrer Lebensräume.

Lesen Sie auch
Gas-Alarm vor dem Winter – Deutschlands Speicher sind halb leer

So folgen Arten wie Blauhaie, Riesenhaie und Heringshaie ihren Beutetieren in neue Regionen. Nach Aussage einer Expertin sind somit derartige Sichtungen kein Alarmzeichen, sondern vielmehr ein Hinweis auf gesündere Meere, da stabile Nahrungsketten und ausreichend Beutetiere vorhanden sind. Für Urlauber besteht nur ein eher geringes Risiko. Kommt es jedoch tatsächlich zu einer Begegnung mit einem Hai, ist es absolut wichtig, Ruhe zu bewahren und keine hektischen Bewegungen zu machen. Statt schnell davon zu schwimmen, ist es ratsam, den Hai aufmerksam zu beobachten und möglichst eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen. Anschließend empfiehlt sich ein langsamer und kontrollierter Rückzug aus dem Wasser.

(Quellen: Nottingham Trent University, CSIC)