Impftermine abgesagt! Astrazeneca-Lieferengpässe in Baden-Württemberg

Symbolbild © istockphoto/Udom Pinyo

Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Die Lieferkürzungen für den Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca werden nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums zur Absage von Impfterminen in Baden-Württemberg führen.

Damit müsse gerechnet werden, sagte am Montag eine Sprecherin des Ministeriums. «Im Moment sind wir noch dabei zu ermitteln, was es konkret für bereits bestehende Termine bedeutet.»


Zunächst wolle man dafür aber Informationen der Gesundheitsministerkonferenz abwarten. Die Minister sollten noch am Montag tagen.

Es sei mehr als ärgerlich, dass sich Deutschland nicht auf die zugesagten Impfstoffmengen des britisch-schwedischen Konzerns verlassen könne. «Nach unseren derzeitigen Informationen ergibt sichdaraus für die kommenden Wochen jeweils eine neue Liefermenge von 26 400 Impfdosen» – das entspreche Stand jetzt rund 110 400 Impfdosen weniger für die nächsten zwei Wochen, sagte die Sprecherin weiter.

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Astrazeneca habe im gleichen Atemzug aber angekündigt, die Lieferung Ende März/Anfang April um genau diese Menge wieder zu erhöhen. Damit wäre die Kürzung wieder ausgeglichen. «Wie verlässlich diese Angaben sind, kann im Moment noch nicht beurteilt werden.»

Astrazeneca hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, statt 220 Millionen nur 100 Millionen Dosen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten liefern zu können. In Deutschland haben mehrere Bundesländer daraus bereits Konsequenzen gezogen: Thüringen etwa stoppte vorerst die Terminvergabe für Impfungen.