
In diesen Tagen beobachten viele Naturfans in Deutschland ein ganz außergewöhnliches Schauspiel. Denn seltene „Pestvögel“ tauchen plötzlich überall in der Bundesrepublik auf. Die Menschen sind darüber sehr erstaunt.
In Parks, Gärten und Wäldern sind derzeit seltene „Pestvögel“ zu beobachten. Insbesondere Vogelfreunde sind von diesem Naturschauspiel beeindruckt. Denn sie sind ganz und gar außergewöhnlich.
Seltene Tiere tauchen plötzlich in Deutschland auf
Derzeit kann man in Wäldern, Gärten und auch Parks die seltenen „Pestvögel“ beobachten. Dabei sind diese eigentlich nur selten in Mitteleuropa anzutreffen. Ihr plötzlicher Auftritt sorgt also für Erstaunen und weckt alten Aberglauben. Denn eigentlich heißen die seltenen „Pestvögel“ natürlich nicht Pestvögel, sondern haben den klangvollen Namen Seidenschwänze. Es sind auffällig schöne Singvögel, etwa in der Größe eines Stars, mit einem glatten, oft graubraunen Gefieder und der markanten Federhaube. Besonders charakteristisch ist ihr glockenähnlicher Ruf.
Dass man sie dennoch als seltene „Pestvögel“ verschrien hat, liegt am Mittelalter. In einer Zeit, in der es noch keine richtige Naturwissenschaft gab, galten die Vögel als Vorboten von Unheil, Krankheit, Hungersnot und ja, auch der Pest. Ein hartnäckiger Aberglaube, der sich in einigen Regionen bis heute hält. Dabei sind diese seltenen Pestvögel natürlich sehr harmlose Besucher in Wäldern, Parks und Co.
Gartenbesitzer sollten besonders gut aufpassen
Eigentlich gelten die Seidenschwänze in Deutschland auch nicht als heimische Vögel. Sie brüten und verbringen einen Großteil ihres Lebens in Skandinavien, Russland und Sibirien. Lediglich im Winter kann man sie ab und an in Mitteleuropa sehen. Bevorzugt ernähren sie sich von Früchten und Beeren wie der Eberesche, Liguster, Sanddorn oder Mistel.
Und wenn sie davon zu wenig finden, ziehen sie weiter – manchmal auch bis nach Deutschland, wie in diesem Winter. Dass die seltenen „Pestvögel“ nun auch in Deutschland anzutreffen sind, freut viele Vogelbeobachter. Naturschützer raten sogar dazu, beerentragende Sträucher im Garten stehen zu lassen. So kann man garantieren, dass die Tiere auch genug Futter finden. Auch zusätzliche Nahrungsquellen wie einen Apfel verspeisen die Tiere gerne.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, NABU, regionale Beobachtungen von Ornithologen, Medienberichte)














