
Mit dem Ende des Sommers verändert sich auch das Infektionsgeschehen. Sinkende Temperaturen, mehr Kontakte in Innenräumen und zunehmende Atemwegsviren bereiten den Boden für die Erkältungssaison. Die Erkältungswelle startet.
Mit dem Herbst kehren die Atemwegsinfektionen zurück
Wenn der Herbst Einzug hält, klagen erfahrungsgemäß wieder mehr Menschen über Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen. Dafür sorgen verschiedene Viren, die Atemwegserkrankungen auslösen können. Zu den häufigen Erregern gehören etwa Rhinoviren, die typische Erkältungen verursachen. Auch andere Viren können im Herbst und Winter eine Rolle spielen. Das RKI beobachtet das Geschehen deshalb regelmäßig und wertet verschiedene Datenquellen aus. Dabei zeigt sich, dass sich die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen im Jahresverlauf verändert.
Deutschland startet in die Erkältungswelle
Infektionen können sich leichter ausbreiten, wenn Menschen häufiger miteinander in Kontakt kommen. Im Herbst verlagert sich ein größerer Teil des Alltags nach drinnen. In Klassenzimmern, Büros, Bussen oder Bahnen treffen dann viele Menschen auf vergleichsweise engem Raum zusammen. Infizierte Personen können Atemwegsviren etwa beim Husten, Niesen oder Sprechen weitergeben. Hinzu kommt, dass Menschen nach den Sommerferien wieder stärker in feste Alltagsstrukturen zurückkehren. Schulen nehmen den Betrieb auf, Beschäftigte kehren aus dem Urlaub zurück und viele regelmäßige Begegnungen finden wieder statt. Dadurch entstehen mehr Gelegenheiten für Viren, von einer Person zur nächsten zu gelangen.
Anfang September zeichnet sich in Deutschland eine erste Veränderung ab. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen seit der 33. Kalenderwoche gestiegen. Trotzdem bleibt sie nach dem jüngsten Monatsbericht für die 32. bis 35. Kalenderwoche auf einem sehr niedrigen Niveau. Vor allem Rhinoviren bestimmen derzeit das Erkältungsgeschehen. Influenzaviren und SARS-CoV-2 treten bislang nur auf niedrigem Niveau auf. Das RKI beobachtet allerdings erste Signale für einen Anstieg bei Influenza und SARS-CoV-2.
(Quellen: RKI, BMG, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














