
Die aktuelle Entwicklung gibt Anlass zu großer Sorge. Die Infektionen steigen so drastisch, dass Europa sogar neue Rekordzahlen meldet. Experten beobachten die Entwicklung daher mit großer Aufmerksamkeit.
Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten als Erreger
Infektionen sind Erkrankungen, die durch das Eindringen und Vermehren von Krankheitserregern im Körper entstehen. Zu den wichtigsten Erregern gehören Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten. Sie können auf unterschiedliche Weise übertragen werden, beispielsweise durch Tröpfchen, direkten Körperkontakt, verunreinigte Lebensmittel oder Oberflächen. Je nach Erreger und betroffener Körperregion können Infektionen verschiedene Beschwerden wie Fieber, Schmerzen, Husten oder Müdigkeit verursachen. Das Immunsystem erkennt die Krankheitserreger und versucht, sie zu bekämpfen. Manche Infektionen verlaufen mild, während andere schwerwiegende Folgen haben können. Europa meldet aufgrund drastisch steigender Infektionen neue Rekordzahlen, sodass jetzt Vorsicht geboten ist.
Vorsorge und Aufklärung spielen wichtige Rolle
Infektionen nehmen in Europa deutlich zu, sodass die Gesundheitsbehörde ECDC für das Jahr 2024 Rekordzahlen bei Gonorrhö und Syphilis meldete. Insgesamt registrierten die europäischen Länder 106.331 Gonorrhö-Fälle, wodurch sich die Zahl seit 2015 mehr als verdreifachte. Gleichzeitig stieg die Zahl der Syphilisfälle auf 45.577, während Chlamydien mit 213.443 gemeldeten Fällen weiterhin die häufigste sexuell übertragbare Infektion darstellen. Obwohl Chlamydien häufig nur leichte oder gar keine Beschwerden verursachen, können sie unbehandelt die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Auch Gonorrhö kann verschiedene Beschwerden auslösen, wie Ausfluss, Schmerzen beim Wasserlassen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Besonders problematisch ist jedoch, dass Betroffene eine Infektion manchmal nicht bemerken und sie deshalb unbewusst weitergeben. Außerdem entwickeln einige Gonokokken zunehmend Resistenzen gegen Antibiotika, wodurch eine erfolgreiche Behandlung schwieriger ist. Besonders besorgniserregend ist zudem die steigende Zahl von Syphilisinfektionen bei Frauen im gebärfähigen Alter, weil die Krankheit während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind übertragen werden und dadurch schwere Schäden verursachen kann. Deshalb spielen Vorsorge und Aufklärung eine wichtige Rolle. So sollten Schulen und Gesundheitsämter umfassend über sexuelle Gesundheit informieren, damit Menschen Risiken besser verstehen und verantwortungsvoll mit ihrer Gesundheit umgehen.
(Quellen: ECDC, RKI)














