Infizierte: Ansteckende Tierpest breitet sich in Deutschland aus

Ein rot-weißer Absperrpfosten mitten im Wald auf einem Weg signalisiert, dass hier kein Durchgang möglich und der weitere Weg gesperrt ist. Auch viele Karlsruher Ausflugsziele sind gesperrt.
Symbolbild © imago/Design Pics

Deutschland ist längst nicht mehr das sicherste Land der Welt, wenn es um Krankheiten, Viren und Infektionen geht. Nun breitet sich eine ansteckende Tierpest hierzulande aus. Es gibt bereits zahlreiche Infizierte.

Eine ansteckende Tierpest breitet sich derzeit in Deutschland aus – die Zahlen der Infizierten steigen. Experten mahnen zur Wachsamkeit und weisen auf Sicherheitsmaßnahmen hin, die man als Bürger befolgen sollte. Denn die Krankheit kann im schlimmsten Fall tödlich enden.

Heimliche Rückkehr: Die Natur birgt alte Gefahren

In einer Region, in der viele Bürger Urlaub machen, schlagen plötzlich die Gesundheitsbehörden Alarm: Zwei Menschen im Norden Münchens haben sich mit Tularämie angesteckt – einer Infektionskrankheit, die vor allem aus Jagdberichten oder dem Wildtiermonitoring bekannt ist. Der Erreger Francisella tularensis zirkuliert meist unbemerkt in Wald und Flur, doch wenn er auf den Menschen trifft, kann das ernste Folgen haben. Zecken gelten derzeit als wahrscheinlichste Überträger der jüngsten Fälle.

Die sogenannte Hasenpest beschränkt sich längst nicht nur auf ihren Namensgeber. Auch andere Nager, Vögel oder sogar Rehe tragen das Bakterium in sich. Viele Infektionen beginnen mit harmlos wirkenden Symptomen: Fieber, Erschöpfung, Kopf- und Gliederschmerzen. Erst bei fortgeschrittener Erkrankung zeigen sich die typischen Geschwüre an der Eintrittsstelle. In der Natur kaum sichtbar, sind die gängigen Infektionsquellen gerade in der warmen Jahreszeit ein unterschätztes Risiko – besonders bei Spaziergängen mit Hunden, die Kadaver aufspüren oder Zecken ins Haus bringen. Eine Besonderheit: Die Tularämie zeigt in Deutschland inzwischen eine hohe genetische Vielfalt – das deutet darauf hin, dass sie hier nicht nur eingeschleppt, sondern fest etabliert ist. Mehrere Subtypen kursieren gleichzeitig, was die Beobachtung und Einschätzung der Gefahr zusätzlich erschwert.

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Ansteckende Tierpest breitet sich aus – was ihr jetzt wissen müsst

Tularämie kann in verschiedenen Formen auftreten: Während viele Fälle auf die Haut beschränkt bleiben, entwickelt sich in manchen Fällen eine Lungenentzündung – insbesondere nach dem Einatmen belasteter Partikel. Das passiert zum Beispiel bei Arbeiten im Garten, im Stall oder bei der Berührung toter Wildtiere. Auch wenn die Übertragung zwischen Menschen selten bleibt, können Blut und andere Körperflüssigkeiten ein Risiko darstellen.

Was viele nicht wissen: Trotz verfügbarer Antibiotika stirbt im Schnitt noch jeder fünfzigste Patient – vor allem wenn die Krankheit spät erkannt wird. Die Diagnose ist deshalb ein Wettlauf gegen die Zeit. Besonders tückisch ist, dass Haustiere stille Überträger sein können. Denn sie zeigen meist keine Symptome, bringen den Erreger aber in die Nähe des Menschen. Wichtig ist daher, Tiere regelmäßig zu kontrollieren – vor allem nach Ausflügen ins Unterholz.