
Weiterhin bleiben die Firmenpleiten in Deutschland auf einem Rekordniveau. Laut Experten ist derzeit auch keine Entspannung in Sicht. Im Gegenteil: Die Zahlen zeichnen ein düsteres Bild.
Die Zahlen zeigen erneut, dass die Firmenpleiten in Deutschland auf einem Rekordniveau stagnieren. Das ist kein gutes Zeichen für Deutschland, sagen Experten und warnen vor den Folgen.
Jede Branche betroffen: Zahlreiche Arbeitsplätze gehen mitverloren
Laut statistischen Erhebungen gab es im Jahr 2025 über 24.000 gemeldete Unternehmensinsolvenzen. Schätzungsweise verloren damit ca. 170.000 Menschen ihren Job aufgrund einer Pleite. Beide Zahlen setzen einen erschreckenden Trend fort. Damit stiegen die Insolvenzen um 10,3 Prozent im Gegensatz zum Vorjahr an und erreichen die höchste Anzahl seit über 20 Jahren.
Laut Experten soll sich dieser Trend weiterhin fortsetzen, wenn sich an den Rahmenbedingungen in Deutschland nichts ändert. Sie rechnen damit, dass die Insolvenzen für dieses Jahr ebenfalls auf einem Rekordniveau bleiben werden. Vorausgesetzt, die Bundesregierung sieht weiterhin tatenlos zu.
Firmenpleiten auf Rekordniveau: So sehen die Prognosen aus
Während die Anzahl der Pleiten im Dezember und Januar noch extrem anstiegen, hielten sie sich im Februar mit 2.053 Firmen auf einem stabilen Niveau. Das sind 0,7 Prozent weniger Pleiten als im Februar 2024. Und dennoch zeigen sich die Experten weiterhin besorgt. Denn auch wenn die Zahlen derzeit stabil auf einem Niveau bleiben, müsse man bedenken, dass die Insolvenzmeldungen drei Monate her sind.
Da sich die Situation verschlimmert, rechnen Experten damit, dass die Insolvenzen weiterhin deutlich zunehmen werden. Allein mit 9,7 Prozent der Pleiten war der Einzelhandel betroffen. Über 90 Prozent der Unternehmen gaben in einer Umfrage an, dass sie sich ihrer Zukunft nicht sicher sind und mit noch mehr Schwierigkeiten rechnen. Auch mit solchen, die außerhalb Deutschlands liegen wie beispielsweise der Iran-Krieg oder andere politische Konflikte. Deshalb plädieren sowohl Experten als auch Unternehmen für echte einschneidende Reformen, damit die Betriebe weiter existieren können und nicht noch mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Ansonsten sehen auch Fachleute, dass Deutschland endgültig abgehängt wird.
(Quellen: Statistisches Bundesamt, IWH, dpa)














