
Steigende Kosten, unsichere Konjunkturaussichten und eine schwächelnde Wirtschaft setzen viele Handwerksbetriebe unter Druck. Gleichzeitig fehlen in zahlreichen Branchen neue Fachkräfte. Die Insolvenzen im Handwerk steigen.
Viele Betriebe spüren derzeit deutlich, dass sich die wirtschaftliche Lage eingetrübt hat. Vor allem im Handwerk bremsen steigende Kosten und eine zurückhaltende Nachfrage die Entwicklung. Unternehmen müssen mehr Geld für Energie, Materialien und Personal aufbringen. Die Folge: Die Zahl der Insolvenzen steigt.
Zurückhaltende Nachfrage belastet Bau- und Handwerksbetriebe
Besonders kleinere Betriebe geraten derzeit zunehmend unter Druck, denn sie verfügen oft über geringere finanzielle Rücklagen und können starke Preisschwankungen schwerer ausgleichen. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit in vielen Branchen. Investitionen werden vorsichtiger geplant, manche Unternehmen verschieben größere Projekte. Hinzu kommt, dass sich die wirtschaftliche Dynamik in vielen Bereichen deutlich abgeschwächt hat. Unternehmen berichten von vorsichtigeren Kunden und längeren Entscheidungsprozessen.
Vor allem im Bau- und Ausbaugewerbe wirkt sich die schwächere Konjunktur spürbar aus. Wenn weniger gebaut oder modernisiert wird, fehlen vielen Handwerksbetrieben wichtige Aufträge. Gleichzeitig steigen in zahlreichen Bereichen weiterhin die laufenden Kosten. Diese Kombination erschwert es vielen Unternehmen, wirtschaftlich stabil zu bleiben. Branchenvertreter warnen deshalb, dass sich wirtschaftliche Belastungen schneller auf kleinere Betriebe auswirken können als auf große Unternehmen.
Die wirtschaftliche Belastungen haben die Situation vieler Betriebe verschärft. Im Jahr 2025 mussten deutlich mehr Handwerksunternehmen Insolvenz anmelden als im Jahr zuvor. Die Zahl der Firmenpleiten stieg auf rund 4.950 Fälle – ein Zuwachs von gut 13 Prozent und der höchste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. Vor allem stark gestiegene Ausgaben setzen die Unternehmen unter Druck. Kosten für Energie, Materialien und Personal belasten viele Betriebe erheblich.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Creditreform, Zentralverband des Deutschen Handwerks)














