Joboffensive: Rüstungsunternehmen soll 2000 neue Jobs schaffen

Angetretene Soldaten in Uniform stehen in geordneter Formation auf offenem Gelände. Strenge Haltung, disziplinierte Ausstrahlung, militärische Ordnung und Kameradschaft prägen die Szene, umgeben von natürlicher Umgebung.
Symbolbild © imago/Björn Trotzki

In einigen deutschen Branchen kriselt es. Nicht aber in dieser Industrie: Die Offensive eines Rüstungsunternehmens soll neue Jobs schaffen. Analysen zeigen, dass die Verteidigungsindustrie in den kommenden Jahren als Wirtschaftstreiber immer wichtiger wird. 

Sie ist umstritten, aber bedeutend für Deutschland. Die Rüstungsbranche schafft zahlreiche neue Arbeitsplätze. Auch dieser Spezialist für Luftabwehrsysteme trägt jetzt dazu bei.

Spürbarer Aufschwung: Rüstungsunternehmen schafft neue Jobs

Militärische Manöver aus Russland über Teilen Europas ‒ etwa in der Nähe von Polen und Litauen ‒ sind ein Beispiel für die wachsende Bedrohungslage. Die Unsicherheit wächst. Deshalb wollen die NATO-Länder sich stärken. Sie reagieren mit höheren Rüstungsausgaben. Für Deutschland bedeuten die Veränderungen unter anderem die Sicherung und Entstehung neuer Arbeitsplätze. Das belegt auch eine Analyse der DekaBank und der EY-Parthenon: Bis zu 360.000 Stellen könnten jedes Jahr dazukommen.

Nicht nur auf staatlicher Ebene tut sich einiges. Weil die Rüstungsindustrie derzeit kräftig wächst, gibt es private Unternehmen, die davon profitieren. Auch ein Rüstungskonzern in Süddeutschland gehört dazu. In den kommenden Jahren sollen rund 2.000 Stellen entstehen. Dieses Vorhaben will das Unternehmen bis zum Jahr 2030 verwirklichen. Der Grund ist vor allem die hohe Nachfrage nach Luftabwehrsystemen.

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Auch Autozulieferer wollen jetzt in die Rüstungsindustrie 

Auch Autozulieferer wissen, dass die Rüstungsbranche spürbar wächst. Eine Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigt: Ein Großteil orientiert sich um. Etwa 25 Prozent der Unternehmen setzten ihren Fokus dabei auf die Rüstungsindustrie. Angesichts der angespannten Lage in der Autoindustrie verwundert die Entwicklung wenig. Strukturelle Herausforderungen, die E-Mobilität ‒ die Liste der Probleme ist lang.

Indessen freut sich das Rüstungsunternehmen Diehl Defence über neue Wachstumschancen und steigende Umsatzzahlen. Demnach sind die Einnahmen im Jahr 2024 deutlich gestiegen. Die geplante Arbeitsplatzoffensive mit 2.000 neuen Jobs bestätigt die Entwicklung. Der Konzern mit Hauptsitz in Überlingen stellt unter anderem Batterie- und Flugabwehrsysteme sowie Munition her und ist bundesweit an mehreren Standorten vertreten. In den nächsten Jahren dürfte der Erfolg aufgrund der starken Nachfrage nach Verteidigungsgütern weiter wachsen.

(Quellen: Diehl Stiftung, dpa)