Jubel: Nachzahlungen für Millionen Bürger in Deutschland geplant

Eine unbekannte Person hält in der rechten Hand zwei 20-Euro-, zwei 50-Euro- und einen 100-Euro-Schein. In der linken Hand hält sie einen schwarzen Geldbeutel, der leer zu sein scheint.
Symbolbild © imago/Zoonar

Schon bald soll das Geld aufs Konto fließen: Eine geplante Nachzahlung für Millionen Bürger sorgt derzeit für Erleichterung. Viele mussten diesbezüglich über Jahre hinweg eine Ungerechtigkeit hinnehmen. Diese soll nun jedoch endgültig enden. 

Hinter der angekündigten Reform steckt der Versuch, eine tief sitzende Ungerechtigkeit im deutschen Rentensystem endlich aus der Welt zu schaffen. Vor allem eine ganz bestimmte Gruppe von Frauen darf sich nun auf spürbar mehr Geld freuen.

Reform bringt Änderung ‒ zahlreiche Personen profitieren

In Deutschland wächst die Altersarmut. Frauen gelten als Risikogruppe. Viele Seniorinnen, die heute jeden Cent zweimal umdrehen müssen, haben eine klassische Biografie hinter sich: Sie verzichteten auf die Arbeit, um bei den Kindern zu bleiben ‒ oder arbeiteten lediglich in Teilzeit. Dadurch konnten sie weniger eigene Rentenansprüche aufbauen. Ein Grund dafür liegt auch in den gesetzlichen Regelungen der Vergangenheit. Für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, rechnete der Staat bisher nämlich nur zweieinhalb Jahre Erziehungszeit an. Wer danach ein Kind bekam, erhält dagegen volle drei Jahre gutgeschrieben.

Nachzahlungen für Bürger kommen ab 2028 – die Details

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Die unterschiedliche Bewertung sorgt für geringere Bezüge bei älteren Müttern und Vätern. Jetzt steht jedoch eine Änderung bevor. Eine gesetzliche Neuregelung bringt ab Januar 2027 die sogenannte Mütterrente III. Die Reform gleicht die Erziehungszeiten an, sodass auch für ältere Kinderjahrgänge künftig die vollen 36 Monate gelten. Millionen Rentner profitieren von der geplanten Anpassung. Pro Kind verbucht die Rentenkasse einen zusätzlichen halben Rentenpunkt. Das bringt rund 21 Euro mehr Rente im Monat für jedes vor 1992 geborene Kind.

Es ist etwas Geduld gefragt: Aus technischen Gründen startet die laufende Auszahlung zwar erst 2028. Das Geld für das Jahr 2027 wird dann allerdings rückwirkend als Einmalzahlung bezahlt. Für die Betroffenen ist kein extra Antrag nötig. Die Rentenversicherung stellt die Beträge automatisch im Hintergrund um. Wichtig ist jedoch, dass die Kinder bereits offiziell im eigenen Rentenkonto registriert sind. Wer das bisher noch nicht erledigt hat, sollte zeitnah eine Kontenklärung beantragen. Nur so können alle Erziehungszeiten vollständig berücksichtigt werden.

(Quellen: finanz.de, Deutsche Rentenversicherung, eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion)