Junge Männer sollen Mädchen aus Bahn gezogen und dann vergewaltigt haben

Symbolbild

Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Eine Woche nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer Elfjährigen durch mehrere Männer im Kreis Göppingen ist erneut eine solche Tat an einem Mädchen in Baden-Württemberg bekannt geworden.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Donnerstag sollen vier junge Männer in Wendlingen (Kreis Esslingen) am Dienstagabend eine 13-Jährige mit ihrem Begleiter gezwungen haben, aus der S-Bahn zu steigen, um sie zu vergewaltigen.


Die mutmaßlichen Täter im Alter zwischen 16 und 19 Jahren sind in Untersuchungshaft. Gegen die vier wird unter anderem wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Vergewaltigung ermittelt.

Nach ersten Erkenntnissen kannten sich Täter und Opfer nicht. Die Täter sollen das Mädchen nach dem zwangsweisen Ausstieg an der Haltestelle Wendlingen von dem Begleiter getrennt haben. Einer der 17-Jährigen soll mit einem 16-Jährigen den Bekannten des Mädchens bedroht haben. Der Ältere habe dabei auch mit einem Schlagstock
zugeschlagen und sein Opfer verletzt. Währenddessen sei das Mädchen von dem anderen 17-Jährigen und dem 19-Jährigen vergewaltigt worden.

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Der Begleiter des Mädchens konnte später per Notruf die Polizei verständigen. Die 13-Jährige wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Die vier Verdächtigen seien wieder in eine S-Bahn gestiegen, hieß es. Sie wurden kurz darauf festgenommen. Zu Hintergründen konnte die Polizei zunächst nichts sagen. «Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Ermittlungen», sagte ein Sprecher.

Erst vor einer Woche sollen drei Männer im Alter von 18 und 19 Jahren im Kreis Göppingen ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt haben. Auch sie sind in Haft. Sie sollen das Kind auf offener Straße in eine Wohnung gelockt und vergewaltigt haben. Das Mädchen soll nach der Tat geflüchtet sein und sich an eine vorbeifahrende Polizeistreife gewandt haben. Einzelheiten gibt die Polizei auch unter Hinweis auf den Schutz des Opfers nicht bekannt. Das Mädchen und seine Familie hätten professionelle Hilfsangebote bekommen, hieß es lediglich.