Kahlschlag bei Siemens: Standort wird nach 40 Jahren aufgegeben

Das große Gebäude des Unternehmens Siemens. Der Schriftzug steht in Großbuchstaben und großer, türkiser Schrift auf dem Gebäude. Zu sehen sind nur die oberen Etagen, also ein kleiner Ausschnitt des Gebäudes. Im Hintergrund hängen dicke Wolken am Himmel.
Symbolbild © imago/Schöning

Nun gibt es kein Zurück mehr: Ein bedeutender Standort von Siemens wird nach zahlreichen Jahren offiziell geschlossen. Diese bedeutende Veränderung bringt auch für die Belegschaft eine Neuerung.

Lange Zeit war dieser Standort für Siemens-Mitarbeiter ihre wichtigste Adresse. Nun gibt es eine große Veränderung: Der Konzern macht die Betriebsstätte offiziell dicht. Die Details.

Nach zahlreichen Jahren: Aus einer wichtigen Siemens-Präsenz

Eine große Veränderung steht an: Der Technologiekonzern Siemens zieht nach gut vierzig Jahren einen Schlussstrich unter eine seiner wichtigsten administrativen Zentralen. Seit Mitte der 1980er-Jahre leiteten die Beschäftigten von diesem Bürokomplex aus das weltweite Industriegeschäft. Auch die gesamte Steuerungstechnik für automatisierte Fabriken lag in ihren Händen. Die Aufgabe der geschichtsträchtigen Immobilie ist eine rein strategische Entscheidung im Rahmen einer Umstrukturierung. Für das betroffene Personal gab es im Mai bereits eine offizielle Abschiedsfeier.

Standort von Siemens macht dicht: So geht es jetzt weiter

„Moderner Standort ‒ wird bald geschlossen“, heißt es in einer Google-Rezension. „Ein leider sterbender Standort“, schreibt eine andere Person. Betroffen ist das Areal Nürnberg-Moorenbrunn. Bis zum Sommer 2026 wickelt der Konzern die dortige Hauptadresse der Sparte Digital Industries komplett ab. Was nicht jeder weiß: Das riesige Gebäude ist bereits seit mehreren Jahren nicht mehr im Besitz des DAX-Konzerns. Der Mietvertrag mit einem belgischen Investor läuft planmäßig aus. Ein genereller Stellenabbau ist mit diesem Einschnitt aber nicht verbunden. Die Arbeitsplätze bleiben erhalten. Siemens verlagert stattdessen 4.000 Jobs innerhalb der Metropolregion und erklärt, die Mitarbeiter dabei zu unterstützen.

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Knapp 600 Leute im Nürnberger Norden räumen ihre Schreibtische, während gut 1.150 Mitarbeiter aus der Erlanger Stadtmitte auf das neue Campusgelände im Westen Erlangens umgesiedelt werden. Dorthin wechseln auch ungefähr 1.600 Angestellte aus Moorenbrunn. Für weitere 400 Fachkräfte von diesem Standort geht die Reise wiederum nach Fürth. Durch die Bündelung sind bald mehr als 20.000 Menschen im Erlanger Westen für das Weltunternehmen tätig. Was mit der verlassenen Großimmobilie im Nürnberger Südosten passiert, steht unterdessen noch in den Sternen.

(Quellen: Siemens, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)