Kapazitäten sind am Ende: Karlsruher Krankenhaus überfordert

Symbolbild

Karlsruhe-Insider: Das Karlsruher Klinikum sieht sich angesichts der Tatsache, dass es immer mehr Notfallbehandlungen gibt, massiv unter Druck gesetzt.


In den Notaufnahmen des Städtischen Klinikums, welches der einzige Maximalversorger in der gesamten Region ist, wurden insgesamt 74.500 Fälle im Jahr 2018 erfasst. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 3,2 %.

Zwar habe man eine neue Verteilungseinheit geschaffen, doch es herrschen teilweise „chaotische Zustände“, mahnte der medizinische Geschäftsführer Uwe Spetzger. Die Steigerung kann eine Nachwirkung der Schließung der Paracelsusklinik sein, aber vermehrt wiesen regionale Kliniken Patienten ab, sie sollten doch nach Karlsruhe fahren.

Die Bürgermeisterin Bettina Liesbach verwies auf erste Gespräche mit den Landkreisen. Von Schuld zu sprechen kann regionale Komponente beinhalten. Besserung soll es auf alle Fälle ab 2021 geben, wenn das neue Bettenhaus M steht. Im Jahre 2021 soll es in Betrieb genommen werden. Er werden insgesamt 194 Millionen Euro investiert, erklärte Geschäftsführer Markus Heming.

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Der Mangel an gutem Personal ist aber ein weiteres Thema zu den Chaotischen Zuständen. Es muss darum gehen , das bisherige Personal von 4300 Mitarbeitern aufzustocken.

Das Klinikum setzt nun darauf, wirkliche Notfälle aufzunehmen und die weniger schlimm Verletzten Patienten auf andere Kliniken zu verteilen.