Karlsruhe: Laute Schreie aus Zug und Reisende in Angst

Symbolbild (Archiv) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Karlsruhe-Insider: Am gestrigen Montagnachmittag wurde die Bundespolizei am Karlsruher Hauptbahnhof vom Zugbegleitpersonal eines Eurocity-Express auf dem Weg von Hamburg nach Zürich angefordert.

Grund hierfür war ein Reisender, welcher sich weigerte eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen und aufgrund seiner Alkoholisierung lautstark im Zug umherschrie.


Da sich der Fahrgast der Aufforderung des Zugpersonals, den Zug zu verlassen widersetzte, mussten die Bundespolizisten eingreifen.

Beim Verlassen des Zuges hielt sich der junge Mann jedoch an einer Stange fest und wehrte sich gegen die polizeilichen Maßnahmen. In Folge dessen trat er mehrfach gegen die Beamten. Anschließend wurde er auf dem Bahnsteig zu Boden gebracht und gefesselt. Um die Identität des rabiaten Reisenden zu klären, wurde dieser auf die örtliche Wache gebracht. Als die Beamten den 29-jährigen Deutschen dort nach Identitätsdokumenten durchsuchten, fanden die Bundespolizisten 3,1 Gramm Marihuana. Ein Atemalkoholtest ergab zudem einen Wert von knapp über einem Promille. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich ferner heraus, dass der junge Mann schon öfter polizeilich in Erscheinung getreten war. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen konnte der 29-Jährige seinen Weg fortsetzen. Da sich der junge Mann jedoch vehement weigerte die Wache zu verlassen, musste die Bundespolizisten abermals Zwang anwenden.

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Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Widerstand und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Weiterhin erwartet ihn ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. /ots