Kassenärztechef fordert Ende aller Corona-Maßnahmen in Deutschland

Symbolbild

Das kommt jetzt überraschend: Kassenärztechef fordert Ende aller Maßnahmen am 30. Oktober.

Politiker und Verbände überbieten sich mit Vorschlägen, wie sich die Impfquote im Kampf gegen Corona erhöhen lässt. Gelingt es, den Anteil der Geimpften zum Herbst noch einmal deutlich zu steigern?

Nach der Aktionswoche für Corona-Impfungen fordert der Städtetag eine Fortsetzung der kreativen Maßnahmen.

„Gelegenheit macht Impfungen. Umso wichtiger ist es, dass es diese wirksamen Angebote auch nach dem Ende der Impfzentren zum 1. Oktober 2021 gibt“, sagte Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Die Landesregierungen müssen dafür jetzt ihre Pläne auf den Tisch legen.“

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält trotz ursprünglicher Skepsis sogar eine staatliche Impfprämie für sinnvoll. „Aus meiner Sicht sollten wir in der Situation, in der wir sind, kein Mittel ausschließen, um mehr Menschen zum Impfen zu bewegen“, sagte Lauterbach der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag). „Andernfalls droht uns ein schwieriger Herbst.“

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Der Kassenärztechef Andreas Gassen wiederum sprach sich für das Ende aller Corona-Beschränkungen zum 30. Oktober als Anreiz zum Impfen aus.

„Nach den Erfahrungen aus Großbritannien sollten wir auch den Mut haben zu machen, was auf der Insel geklappt hat“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Meine Wette: Dann sind wir Ende Oktober bei einer Impfquote von 70 Prozent oder noch höher, weil sehr viele Menschen das Angebot dann doch schleunigst annehmen werden.“ /dpa