
Nach dem Schmusen und Streicheln leckt sich die Katze plötzlich ‒ für viele Haustierhalter ein Rätsel, das sie beunruhigt. Das Verhalten des Stubentigers kann verschiedene Gründe haben. Die wichtigsten Erklärungen im Überblick.
Dass Katzen sich rätselhaft verhalten, ist für viele Tierfreunde nicht neu. Auch diese Gewohnheit wirft regelmäßig Fragezeichen auf. Was sich dahinter verbirgt.
Millionen Samtpfoten tun es ‒ und sorgen für Verwirrung
Sie sind anmutig, oft verschmust und auch ein wenig eigenwillig: Fast 16 Millionen Stubentiger wohnen in deutschen Haushalten. Neben Hunden sind Katzen die wohl beliebtesten Haustiere. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Samtpfoten dazu beitragen können, das eigene Wohlbefinden deutlich zu steigern. Wer selbst eine Katze in den eigenen vier Wänden hat, weiß allerdings auch, dass einige Verhaltensweisen große Fragezeichen aufwerfen. Dazu zählt zum Beispiel die Gewohnheit, dass sie sich nach einer Streicheleinheit das Fell leckt.
Nach dem Streicheln: Warum sich die Katze leckt
Wenn Katzen ihre Zunge nutzen, um das Fell zu bearbeiten, gibt es verschiedene Ursachen dafür. Die gute Nachricht vorweg: Es ist in der Regel kein Zeichen der Ablehnung. Unter anderem dient das Katzenfell als Schutz vor Hitze und Kälte. Während des Streichelns gerät es durcheinander. Um wieder Ordnung ins Fell zu bringen, bearbeitet der Stubentiger es mit seiner Zunge. Ein weiterer Grund ist die feine Katzennase. Fremde Gerüche sind für das Tier oft einfach zu stark. Mit der Zunge wischt sie die Düfte wieder ab, um ihren eigenen Körpergeruch zurückzubekommen. Gleichzeitig nimmt sie über die Zunge winzige Duftteilchen auf und leitet sie an ein besonderes Riechorgan im Gaumen weiter. Auf diese Weise kann sie unseren Geruch genau untersuchen und abspeichern.
Demnach müssen Katzenhalter keinesfalls besorgt sein und können sich nach dem Streicheln entspannt zurücklehnen. Manchmal ist das Verhalten auch auf eine sogenannte Übersprungshandlung (Stressreaktion) zurückzuführen, denn Katzen sind echte Gewohnheitstiere. Indem sie ein gewohntes Verhalten ‒ die Fellpflege ‒ durchführen, können sie sich in aufregenden Situationen entspannen. Denn manchmal sind Berührungen besonders intensiv für unsere tierischen Weggefährten.
(Quellen: Landtiere.de, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














