Kaum einer will zur Bundeswehr – „Maßnahme per Brief kommt“

Eine Hand nimmt einen offiziell wirkenden Brief samt Briefumschlag aus dem Briefkasten. Ein Logo auf dem Umschlag verrät, dass es sich wohl um amtliche Post oder etwas von einer staatlichen Behörde handelt.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Die Bundeswehr bereitet Deutschland einige Probleme. Eine der wichtigsten Problematiken ist die mangelnde Bereitschaft der Bürger, zur Bundeswehr zu gehen. Nun erhalten Millionen einen wichtigen Brief, der mit einer bestimmten Maßnahme in Verbindung steht. Das wird nicht jedem gefallen.

Für viele Menschen ist der Gang zum Briefkasten mit einem unguten Gefühl verbunden. Darin befinden sich nämlich meist nur Ankündigungen, Mahnungen und Rechnungen. Nun geht die Bundeswehr dazu über, Briefe an die Bürger zu senden.

Bundeswehr setzt auf neue Maßnahme per Post: Bürger erhalten Briefe

Es gehört zum täglichen Ritual, den Briefkasten zu öffnen. Darin befinden sich wichtige Briefe mit Eingangsdatum. Eine wichtige Maßnahme setzt die Bundeswehr derzeit per Brief um. Millionen Haushalte erhalten daher Post der besonderen Art. Viele fragen sich bereits jetzt, was die Briefe enthalten. Es ist ein Fragebogen. Die Bundeswehr muss sich etwas einfallen lassen, denn es gibt viel zu wenige Bewerber.

Deutschland führt den neuen Wehrdienst ein. Tausende Schreiben hat die Bundeswehr nun an potenzielle Kandidaten gesendet. Diese wurden an Bürger des Jahrgangs 2008 verschickt. Also Post. Insgesamt sind 5.000 Briefe auf die Reise gegangen. Mit anderen Worten: Wer volljährig wird, ist aufgefordert, den Fragebogen zu beantworten. Für Männer ist das eine Pflicht, für Frauen eine freiwillige Aufgabe. Das Ausfüllen des Fragebogens soll nicht länger als 15 Minuten dauern. Und es kommt noch besser: Man muss keinen Brief zurücksenden.

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Unbedingt ausfüllen: Sanktionen drohen für junge Leute in Deutschland

Im Brief ist ein QR-Code enthalten. Wenn man sich auf der Webseite der Bundeswehr einloggt, kann man den Fragebogen ganz einfach digital ausfüllen. Die Fragen betreffen vor allem die eigene Person und sind sehr einfach. So möchte die Bundeswehr neben Größe und Gewicht auch Informationen zur Fitness und Gesundheit der Kandidaten erhalten. Die ganze Sache ist nicht einmal freiwillig, sondern Pflicht. Wer die Fragebögen also nicht ausfüllt, muss mit Sanktionen rechnen.

(Quellen: dpa, Bundeswehr, Bundesministerium der Verteidigung)