
Zwar kann es noch ein bisschen dauern, doch die Einführung digitaler Währung rückt immer näher. Die Europäische Zentralbank plant ein Zahlungsmittel, das Bargeld in der gesamten Euro-Zone allmählich ergänzen soll.
Im Europäische Parlament finden derzeit Verhandlungen statt, wann und wie die Einführung des digitalen Euro vonstattengehen soll. Nach dem Ende der D-Mark 2002 steht demnach bald die nächste Währungsänderung an.
Einführung digitaler Währung – die Zukunft des Bezahlens
Immer weniger Menschen zahlen heutzutage noch mit Bargeld. Mit EC-Karte oder dem Smartphone geht es immerhin schneller und bequemer an der Kasse – kein lästiges Kleingeld suchen, kein volles Portemonnaie. Die Europäische Union will die Zukunft des Bezahlens jetzt weiter vorantreiben. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit November 2023. Nun hat die Europäischen Zentralbank entschieden, die notwendigen technischen Vorbereitungen zu vertiefen. Wie die Einführung des digitalen Euro schließlich abläuft, entscheiden Rat und Parlament der EU.
Diese debattieren in Brüssel gerade den Gesetzesvorschlag der Europäischen Kommission. Eigentlich sollte die gesamte Vorbereitungsphase bereits abgeschlossen und das Gesetz auf den Weg gebracht worden sein. Während die EU die Einführung und Umstellung eigentlich schneller vorantreiben wollte, rechnen Experten aktuell nicht vor 2029 damit. Noch müsse an zu vielen Punkten gearbeitet werden.
Bargeld verschwindet zunehmend aus dem Zahlungsverkehr
Damit bleibt den Bürgern noch etwas Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen. Außerdem soll die Einführung Schritt für Schritt erfolgen. Ebenso soll der digitale Euro das Bargeld nicht gänzlich ersetzen, sondern nur ergänzen. Die bewährten Zahlungsmethoden bleiben also bestehen. Elektronisches Zahlen ist seit der Pandemie ohnehin auf dem Vormarsch, da es deutlich hygienischer ist.
Im Gegensatz zu den bereits gängigen elektronischen Zahlungsmitteln soll der digitale Euro mehr Privatsphäre bieten. Da kein kommerzieller Anbieter dahintersteckt und persönliche Daten eine untergeordnete Rolle spielen, sollen die Standards in Sachen Datenschutz sehr viel höher sein. Dabei gilt es besonders die Offline-Option hervorzuheben, die ohne Strom und Internet funktionieren soll. Dadurch lässt sich die digitale Währung genau wie Bargeld nutzen. Somit könnten auch Menschen ohne ein Bankkonto davon profitieren. Der digitale Euro soll eine zentrale Lösung für die gesamte EU darstellen und auf internationaler Ebene wirtschaftliche Souveränität schaffen.
(Quellen: Handelsblatt, dpa)














